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Digitale Kriegsführung

Gesicht einer Frau als digitales Drahtmodell

Digitale Kriegsführung

"Die Digitalisierung bedroht unsere Sicherheit und Stabilität", sagt die Expertin für künstliche Intelligenz, Yvonne Hofstätter. Die aktuelle Weltlage sei gefährlicher denn je – und sie warnt vor einer Unterhöhlung demokratischer Strukturen.

Unendliche Möglichkeiten verspricht die Digitalisierung – sie birgt aber auch enorme Risiken. Und das betrifft nicht nur den “Informationskrieg“, wie Yvonne Hofstetter diese Art der Kriegsführung nennt. Durch die zunehmende Vernetzung werden gesellschaftliche Strukturen, etwa das Gesundheitssystem oder die Energieversorgung, zu Zielen von Hackern und ihren Viren. Hinzu kommt die Aufrüstung von Waffensystemen mit Hilfe Künstlicher Intelligenz – bis hin zu der Frage, ob Roboter “selbst“ entscheiden können, ob sie einen Menschen töten oder nicht.

Studiogast Yvonne Hofstetter

Yvonne Hofstetter war als Juristin lange für Digitalunternehmen tätig, auch in der Rüstungsindustrie. Sie fordert eine gemeinsame digitale Sicherheitsstrategie der europäischen Demokratien, damit diese nicht zwischen den Machtblöcken der Zukunft zerrieben werden. Das spielt neben den USA und Russland vor allem auch auf China an. Die KI-Expertin macht sich für eine "Cyberwehr" stark, die auch den Einzelnen schützen soll, und fordert mehr Bildung für eine "ahnungslose" nachwachsende digitalaffine Generation.

Buchtipp

Yvonne Hofstetter: Der unsichtbare Krieg. Wie die Digitalisierung Sicherheit und Stabilität in der Welt bedroht. Droemer Verlag 2019, 304 Seiten, 22,99 Euro, ISBN 978-3-426-27786-7

Redaktion: Regina Tanne

Digitale Kriegsführung - Yvonne Hofstetter

WDR 5 Neugier genügt - Redezeit 27.02.2020 25:13 Min. Verfügbar bis 26.02.2021 WDR 5

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