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Erstes autonomes Frauenhaus

Frauen fliehen vor der Gewalt ihres Partners und suchen oft in Frauenhäusern Schutz.

Erstes autonomes Frauenhaus

1976 gaben Kölner Studentinnen der Sozialpädagogik den Startschuss für das erste Frauenhaus in Deutschland – Ursula Hoffmann war eine von ihnen. Bald forderten Frauen überall sichere Unterkünfte für von Männergewalt bedrohte Frauen und ihre Kinder. 

An einem heißen Sommertag im Juni 1976 sammelten Sozialpädagogik-Studentinnen in der Kölner Innenstadt Unterschriften für die Gründung eines autonomen Frauenhauses. In der Bevölkerung fand das Projekt großen Zuspruch, doch die Stadtverwaltung sperrte sich zunächst. Die Studentinnen ließen sich nicht entmutigen und gründeten als ersten Schritt den Verein "Frauen helfen Frauen". Sie wollten einerseits praktische Hilfe anbieten und andererseits in der Gesellschaft ein Bewusstsein dafür wecken, "dass sowas nicht Privatsache ist", erzählt Ursula Hoffman, Jahrgang 1949 und damalige Unterstützerin, in der Redezeit. 

Der zuständige Sozialdezernent hatte schließlich ein Einsehen – auch, weil die Studentinnen Rückenwind von Kommunalpolitikerinnen erhielten. Im Dezember 1976 wurde das Haus auch von der Stadt offiziell als Unterkunft für von Männergewalt bedrohte Frauen anerkannt. Ursula Hoffmann hatte 1976 gerade ihr Studium der Sozialpädagogik abgeschlossen. Die gelernte Bankkauffrau kümmerte sich ehrenamtlich um die Finanzierung und alle Buchhaltungsangelegenheiten.

Redaktion: Lioba Werrelmann / Chris Hulin

Erstes autonomes Frauenhaus – Ursula Hoffmann

WDR 5 Neugier genügt - Redezeit 17.06.2021 24:20 Min. Verfügbar bis 17.06.2022 WDR 5


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