50 Jahre "Rheinischer Sozialismus"

Rainer Kipper und Reentje Streuter

50 Jahre "Rheinischer Sozialismus"

"Wenn niemand hilft, muss man selbst anpacken." Rainer Kippe hat vor 50 Jahren mit Freunden die Sozialistische Selbsthilfe Mülheim (SSM) an der Düsseldorfer Straße in Köln gegründet. Sein Sohn unterstützt die "gute Sache".

Sozialversicherungspflichtige Arbeitsplätze für Menschen ohne Lobby schaffen, das ist seit 50 Jahren das Ziel der Sozialistischen Selbsthilfe Mülheim. Zur Gründungszeit waren es Studierende, die sich für "ausgerissene Jugendliche, ausgebeutete Lehrlinge und Knastinsassen" einsetzten. Diplom-Sozialarbeiter Rainer Kippe, heute 75 Jahre alt, stieg damals aus dem Unibetrieb aus und "in die Wirklichkeit ein, um den Schwachen zu helfen".

Halle am Rhein von der Sozialistischen Selbsthilfe Mühlheim

Halle am Rhein von der Sozialistischen Selbsthilfe Mühlheim

Und er ist heute noch engagiert, im selbstverwalteten Betrieb, der mit Haushaltsauflösungen und einen Second Hand das Geld verdient. Der SSM engagiert sich als eingetragener Verein "gegen Ausgrenzung, indem er wirtschaftlich-soziale Inklusion lebt und sich für die Rechte von Menschen in Not einsetzt". Auch sein Sohn, Reentje Streuter, der in der Gemeinschaft, in der allen alles gehört, groß wurde, setzt sich heute für das Projekt ein. Er ist Jurist geworden – hat das Studium gewählt, das sein Vater für die praktische Arbeit aufgab.

Redaktion: Regina Tanne

50 Jahre "Rheinischer Sozialismus" - R. Kippe und R. Streuter

WDR 5 Neugier genügt - Redezeit 20.11.2019 25:04 Min. Verfügbar bis 19.11.2020 WDR 5

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