Nana Oforiatta Ayim

Afrikanische Kunst sichtbar machen

Nana Oforiatta Ayim ist in Duisburg geboren, ihr Großvater war ein ghanaischer König. Sie gilt als starke Stimme für Kunst und Kunstschaffende ihrer Heimat und kuratiert aktuell eine Ausstellung in Dortmund mit historischer und zeitgenössischer Kunst aus Ghana.

Eine Kindheit in Deutschland, Jugendjahre in England, ein Studium in St. Petersburg und erste Berufserfahrungen bei der UNO in New York: Nana Oforiatta Ayim hatte schon Einiges von der Welt gesehen, ehe sie sich vor einigen Jahren entschloss, sich in Ghana, in der Heimat ihrer Familie, niederzulassen. Als Kunsthistorikerin, Filmemacherin und Kuratorin arbeitet sie seitdem an neuen Ideen für die Aufbereitung und Präsentation des kulturellen Erbes wie der zeitgenössischen Kunst ihres Landes.

Dafür bedarf es aus ihrer Sicht vor allem einer Lösung vom europäisch-kolonialen Blick früherer Jahrhunderte. Zur Wertschätzung für Kunst und Künstler im eigenen Land sollen mobile Museen – im Stil der beliebten Kioske – beitragen. Ein Projekt gigantischen Ausmaßes ist die geplante Enzyklopädie, die online und in Buchform die Kunstgeschichte Ghanas und in der Folge die aller weiteren afrikanischen Länder aufbereiten soll, ein Mammutwerk von geplanten 54 Bänden. Was in Europa lange als "primitiv" verunglimpft wurde, berge wahre Schätze und faszinierende Entdeckungen, sagt Nana Oforiatta Ayim und wirbt für eine "pan-afrikanische" Perspektive, die den traditionellen eurozentrischen Blickwinkel öffnet und erweitert. Einen ersten Schritt dazu soll die Ausstellung in Dortmund leisten.

Redaktion: Gundi Große

Afrikanische Kunst sichtbar machen – Nana Oforiatta Ayim

WDR 5 Neugier genügt - Redezeit 08.12.2021 23:01 Min. Verfügbar bis 08.12.2022 WDR 5


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