Plädoyer für das Nichtstun – Martin Liebmann

Martin Liebmann

Plädoyer für das Nichtstun – Martin Liebmann

Überstunden, Ärger mit dem Partner und kranke Kinder daheim – Stress prägt den Alltag vieler Menschen. Doch nur wer auch faul ist, kann glücklich sein, sagt der Philosoph Martin Liebmann und plädiert für Entschleunigung.

Martin Liebmann kennt die verschiedenen Geschwindigkeiten des Lebens. Von der absoluten Entschleunigung eines Baby-Pausenjahres bis zur 90-Stunden-Woche als Vollzeit-Unternehmer. "Wir arbeiten bis zur Erschöpfung, um mehr konsumieren zu können", findet der 53-Jährige. Und: Die Angst, etwas zu versäumen, sei allgegenwärtig, im Berufsleben ebenso wie im Privaten. Materielles Wachstum sei zu einer Art Religion geworden, die neben den natürlichen Lebensgrundlagen auch das individuelles Glück zerstöre. "Dabei sind die Voraussetzungen für ein Leben mit Muße so gut wie noch nie", meint der studierte Philosoph und Politikwissenschaftler.

Ist es an der Zeit, unseren Umgang mit der Zeit neu zu überdenken? Martin Liebmann erklärt, warum sich viele Menschen in ihrem Leben gehetzt fühlen und warum das Nichtstun so schwer und gleichzeitig für ein gutes Leben so wichtig ist.

Redaktion: Lioba Werrelmann

Buchtipp
Martin Liebmann (2019): Faul zu sein ist harte Arbeit. Eine Ode an den Müßiggang. München: Komplett-Media. 223 Seiten. ISBN 978-3-8312-0546-2

Plädoyer für das Nichtstun - Martin Liebmann

WDR 5 Neugier genügt - Redezeit 16.01.2020 23:03 Min. Verfügbar bis 15.01.2021 WDR 5

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