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Marlis Prinzing

Journalismus in Kriegszeiten

Die aktuelle Berichterstattung über den Krieg in der Ukraine sieht Journalistikprofessorin Marlis Prinzing kritisch. Sie erklärt den Unterschied zwischen objektiver Berichterstattung und Haltungsjournalismus und wünscht sich mehr Distanz.

Marlis Prinzing ist Professorin für Journalistik. Als Hochschullehrerin sind ihr Objektivität und Wahrhaftigkeit im Journalismus sehr wichtig. Sie blickt mit sehr wachem Auge darauf, wie aktuell über den Krieg in der Ukraine berichtet wird.

Der journalistische Blick auf diesen Krieg stellt Journalisten und Medienschaffende vor besondere Herausforderungen. Nicht nur wegen der unsicheren Quellenlage – die Infos kommen nun einmal in erster Linie von Kriegsparteien –, sondern auch wegen der besonderen Umstände, die auf den ersten Blick die Unterscheidung zwischen "Guten" und "Schlechten" leicht machen. Aber sollte nicht auch hier kritischer Journalismus mit Grauschattierungen möglich sein? Wie kritisch dürfen wir auf die Ukraine blicken und deren Präsident? Für viele Journalisten ein heikles Feld. 

Prinzing hat in Regensburg und Tübingen Politik, Geschichte und Mathematik studiert und über den "Strom im Neckarland" promoviert. Sie schreibt für regionale und überregionale Zeitungen und hat Bücher über Christen, Jüdisches Erbe und Ethik in den Medien veröffentlicht.

Redaktion: Heiko Hillebrand

Journalismus in Kriegszeiten – Marlis Prinzing

WDR 5 Neugier genügt - Redezeit 19.08.2022 23:58 Min. Verfügbar bis 19.08.2023 WDR 5


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