Marieluise Beck

Frieden in der Ukraine und Sicherheit in Europa

Marieluise Beck hat mit eigenen Augen gesehen, wie es den Menschen in der zunehmend zerstörten Ukraine geht. Die Osteuropakennerin erklärt, welche Unterstützung das Land ihrer Meinung nach braucht, damit die Menschen dort zu Frieden finden – und auch Europa sicher bleiben kann.

Schon seit Jahrzehnten engagiert sich Marieluise Beck in der Ukraine und unterstützt auch in Russland und Belarus Menschenrechtler und Oppositionelle. Gerade erst war sie wieder in dem kriegsgeschüttelten Land, der Ukraine. Die jüngsten Eindrücke bestätigen sie in dem, wovon sie bereits seit langem überzeugt ist: Um Frieden herzustellen und diesen auch für Europa zu garantieren, ist es nötig, dass die Ukraine diesen Krieg gewinnt. Dafür braucht es ballistische Unterstützung seitens des Westens und Deutschlands, auch mit sogenannten schweren, also wirkungsvollen Waffen – bislang aber ist das Land dem Aggressor Russland militärisch haushoch unterlegen. Marieluise Beck ist auch überzeugt: Die Drohung, dass Putin sich mit der Nato anlegt oder auch Russland mit einem finalen Atomschlag in die Luft sprengen könne, seien "Geisterfantasien", die zu einer Politik der Angst führten und Russland letztendlich unterstützten.

Für die Grande-Dame der Grünen, die 1983 Sprecherin der Bundestagsfraktion der Partei war und bis 2017 Mitglied des deutschen Bundestages, steht diese Haltung nicht im Widerspruch zu den friedenspolitischen Positionen ihrer Partei. Von der einst pazifistischen Haltung der Grünen aber hat sich Marieluise Beck – im Sinne des Friedens und des Völkerrechts – schon seit dem Bosnienkrieg verabschiedet und meint nun: Nur durch Interventionen im Namen des Völkerrechts kann Frieden hergestellt, können Menschen und Menschenrechte geschützt werden. Gerade vor dem Hintergrund der deutschen Geschichte ist es für sie daher unabdingbar, dass wir der Ukraine in diesem Krieg effektiver helfen.

Redaktion: Gundi Große

Frieden in der Ukraine, Sicherheit in Europa – Marieluise Beck

WDR 5 Neugier genügt - Redezeit 17.08.2022 27:03 Min. Verfügbar bis 17.08.2023 WDR 5


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