Mit einer brennenden Erdkugel demonstrieren Aktivisten der Gruppe "Das Koalakollektiv" vor der Europäischen Zentralbank (EZB) in Frankfurt gegen die Klimapolitik des Geldinstituts.

Wenn die Klimakrise Angst macht

Die Klimakrise ist existenziell bedrohlich. Die Prognosen sind bekannt. Trotzdem wird nicht genug getan. Woran das liegt und welche Rolle Gefühle hierbei spielen, erforscht die Psychologin Katharina van Bronswijk.

Wenn einem die Dramatik der Klimakrise bewusst wird, kommen oft unangenehme Gefühle auf: Wut, Angst, Trauer, Ohnmacht. Diese Gefühle werden teilweise verdrängt oder es werden Ausreden gefunden: "Dafür bin ich nicht zuständig" oder "Das muss die Politik tun". Die Psychologin und Sprecherin von "Psychologists for Future" Katharina van Bronswijk beschäftigt sich damit, wie konstruktiv mit den Gefühlen in der Klimakrise umgegangen werden kann.

Katharina van Bronswijk

Während die einen das Problem verdrängen, ist die Angst vor dem Klimawandel insbesondere unter Kindern und Jugendlichen immer weiter verbreitet. Klimaangst. Vier von zehn Jugendlichen überlegen laut einer internationalen Studie, aufgrund der Klimakrise später keine Kinder zu bekommen. Ein Warnsignal, betont van Bronswijk.

Gegen das Gefühl der Ohnmacht und Angst hilft vor allem, sich zu organisieren und gemeinsam politisch aktiv zu werden, ist Katharina van Bronswijk überzeugt. Denn am Ende steht fest: Für echten Klimaschutz braucht es eine andere Politik. 

Redaktion: Chris Hulin

Wenn die Klimakrise Angst macht – Katharina van Bronswijk

WDR 5 Neugier genügt - Redezeit 29.03.2022 23:42 Min. Verfügbar bis 29.03.2023 WDR 5


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