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Frauen in den Medien – Elizabeth Prommer

Die Silhouette einer Frau, die eine Filmkamera bedient

Frauen in den Medien – Elizabeth Prommer

Seltener sichtbar, weniger Wortanteile, meist jung und hübsch: Frauen kommen in Film und Fernsehen weniger vor als Männer und sind oft nach Klischee besetzt. Die Medienwissenschaftlerin Elizabeth Prommer nennt Ursachen und stellt Lösungsansätze vor.  

Die Schauspielerin Maria Furtwängler wollte ihr Bauchgefühl in puncto Ungleichgewicht von Männern und Frauen im deutschen Film und Fernsehen mit Zahlen belegen. Deshalb initiierte sie die Studie zur „Audiovisuellen Diversität“ der Universität Rostock. Dort übernahm Elizabeth Prommer mit ihrem Team vom Institut für Medienforschung und untersuchte alle deutschen öffentlich-rechtlichen und privaten Sender, diverse Kinderkanäle und das Kinoprogramm. Insgesamt wurden 3.500 Stunden Fernsehen und mehr als 800 deutsche Kinofilme ausgewertet.

Elizabeth Prommer

Elizabeth Prommer fordert mehr Gleichheit bei der Medienpräsenz von Männern und Frauen

Die Ergebnisse zeigen: Immer noch sind deutlich mehr Männer als Frauen auf Bildschirmen und Leinwänden zu sehen – und vor allem im Kinderfernsehen gibt es ein großes Ungleichgewicht zwischen Jungen und Mädchen. Weil Elizabeth Prommer um die Macht der Bilder weiß, fordert sie dringende Änderungen. Und die sind möglich, wie sie an Beispielen aus anderen EU-Ländern erläutert. Aber auch in Deutschland gilt: Je mehr Frauen hinter der Kamera am Produktionsprozess von Kino und Fernsehen beteiligt sind, desto mehr Frauen und Mädchen spielen auch vor der Kamera eine Rolle.

Buchtipp:

Elizabeth Prommer und Christine Linke (2019): Ausgeblendet – Frauen im deutschen Film und Fernsehen.
Herbert von Halem Verlag, Köln, 200 Seiten, ISBN-10: 3869624280                 

Redaktion: Jessica Eisermann

Frauen in den Medien – Elizabeth Prommer

WDR 5 Neugier genügt - Redezeit 17.10.2019 26:20 Min. Verfügbar bis 16.10.2020 WDR 5

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