21.04 - 07.00 Uhr WDR 5 Philosophie spezial

Unorthodox – Deborah Feldman

Deborah Feldman

Unorthodox – Deborah Feldman

Mit 23 Jahren floh sie aus einer Welt, die viele nicht kennen: einer ultraorthodoxen Gemeinde chassidischer Juden in New York City. In der Redezeit erzählt Deborah Feldman über ein Leben in Angst, eine Kindheit und Jugend voller auferlegter Schuld.

Musik, Bücher, englisch sprechen: verboten. Moderne Kleidung, Kino, Dates, sogar laut lachen – alles verboten in der kleinen Satmar-Gemeinde in Williamsburg (Brooklyn). Sie geht auf Überlebende des Holocausts zurück, die in der Shoa eine Strafe Gottes für das Fehlverhalten aller Juden sahen: für Assimilierung und Zionismus. Für diese ultraorthodoxen Juden ist ein Leben nur in absoluter Frömmigkeit und Gottesfurcht möglich.

In dieser Welt wuchs Deborah Feldman auf, die schon als Mädchen Gefallen an englischen Büchern und der unbekannten Welt abseits strikter Regeln fand. Doch ein Ausbrechen kam ihr nicht in den Sinn. Auch nicht, als sie mit 17 zwangsverheiratet wurde. Doch die Geburt ihres Sohnes änderte alles – ein solches Leben wollte sie ihm ersparen und auch selbst endlich frei sein. Mit Anfang 20 schrieb sie sich heimlich zum Studium ein und startete einen Blog, in dem sie über das Leben in der ultraorthodoxen Gemeinde schrieb. 

Seit ihrer Flucht ist mehr als ein Jahrzehnt vergangen. Heute lebt die Schriftstellerin mit ihrem Sohn in Berlin. Ihr Buch "Unorthodox" über ihre Befreiung aus der jüdischen Sekte wurde zum Bestseller und vor kurzem als Mini-Serie adaptiert. In der Redezeit spricht sie über ihr Leben und darüber, was sie auf den Spuren jüdischen Lebens in Europa über ihre Familie erfahren hat.

Redaktion: Julia Lührs

Unorthodox - Deborah Feldman

WDR 5 Neugier genügt - Redezeit 22.05.2020 24:38 Min. Verfügbar bis 22.05.2021 WDR 5

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Stand: 20.05.2020, 09:29