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23.04 - 06.00 Uhr ARD Infonacht

Der Stadtteil als Wohnzimmer

Mehrere Sofas und Sessel stehen als Sitzmöglichkeit auf der Straße

Der Stadtteil als Wohnzimmer

Wie würden unsere Städte aussehen, wenn sie von den Bürgerinnen und Bürgern selbst gestaltet und regiert würden? Der Sozialwissenschaftler Davide Brocchi hat als Antwort einen "Tag des guten Lebens" initiiert.

Wenn in Köln-Ehrenfeld zum siebten Mal wieder ein "Tag des guten Lebens" stattfindet, wenn die Straßen vom Verkehr befreit sind, die Menschen stattdessen Stühle und Tische auf die Straßen stellen, miteinander reden, essen, trinken, vielleicht Musik machen, vielleicht sogar tanzen, sich überlegen, wie man das Leben im Viertel besser gestalten kann, wie ein gutes Leben aussehen könnte: Dann steckt ein Mann dahinter – und das ist fast ein Klischee –, der gebürtiger Italiener ist, Davide Brocchi. Er hat vor acht Jahren das Konzept zu diesem "Tag des guten Lebens" im Alleingang entwickelt, die verschiedensten Organisationen und Institutionen an einen Tisch zusammengebracht und ihn so ins Leben gerufen.

Davide Brocchi

Der Sozialwissenschaftler Davide Brocchi beschäftigt sich mit Kultur, Nachhaltigkeit und urbaner Transformation

Anders als bei einem Stadtteilfest gibt es ein erklärtes Ziel: Die Straße soll zumindest für einen Tag zum Wohnzimmer werden. Im besten Fall lernen sich Nachbarn näher kennen, entwickeln Vertrauen zueinander. "Vertrauen ist die Voraussetzung für eine funktionierende, lebendige Demokratie", sagt Davide Brocchi. Er ist sicher, dass Nachhaltigkeit im Lokalen beginnen sollte, da wo die Menschen persönlich miteinander zu tun haben.

Redaktion: Regina Tanne

Der Stadtteil als Wohngemeinschaft – Davide Brocchi

WDR 5 Neugier genügt - Redezeit 13.09.2019 27:05 Min. Verfügbar bis 12.09.2020 WDR 5

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Stand: 12.07.2019, 16:52