Bert te Wildt

Das Burn-On-Syndrom – Bert te Wildt

Permanent arbeiten, funktionieren, weitermachen – trotz Erschöpfung: Das Ausbrennen als Dauerzustand diagnostiziert der Arzt und Psychotherapeut Bert te Wildt als "Burn On". Im Unterschied zum Burnout kommt es nicht zum Zusammenbruch, kann aber zu schweren Krankheiten führen.

Das Phänomen des Burnout ist seit Jahren in aller Munde und geht einher mit einem Zusammenbruch aufgrund völliger psychischer und körperlicher Arbeitsüberlastung. Doch was ist mit den Menschen, die trotz völliger Erschöpfung und innerer Leere immer weitermachen, arbeiten trotz Krankheit, im Kopf immer schon die nächste To-Do-Listen für die Arbeit und für zuhause?

Das haben sich der Chefarzt Bert te Wildt und der Psychologe Timo Schiele von der Psychosomatischen Klinik Kloster Dießen gefragt. Unter ihren Patienten tauchten immer häufiger Menschen auf, die nicht zusammengebrochen sind, sondern bei denen die Erschöpfungsdepression inzwischen chronisch geworden ist. Sie leben in einem ständigen Spagat zwischen Hyperaktivität und Lähmung. Gedanklich sind sie überwach und zerstreut zugleich. Und emotional schwanken sie zwischen Optimismus und matter Freudlosigkeit. Dieser Spagat schlägt sich häufig auch körperlich nieder in massiven muskulären Verkrampfungen, er kann zu Bluthochdruck und Herzinfarkten führen. Weil dieses Krankheitsbild sich erheblich von dem des Burn Out unterscheidet, entwickelten Bert te Wild und Timo Schiele die Diagnose des Burn On – das Ausbrennen als Dauerzustand.

Redaktion: Barbara Geschwinde    

Das Burn-On-Syndrom – Bert te Wildt

WDR 5 Neugier genügt - Redezeit 23.09.2022 21:25 Min. Verfügbar bis 23.09.2023 WDR 5


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