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Vom Glück des Mutterseins

Alena Schröder

Vom Glück des Mutterseins

"Mutterschaft gilt als Karrierekiller, Beziehungskiller und einzige Plage", schreibt eine, die Karriere gemacht hat und Mama ist. Einfach ist das nicht, erzählt die Autorin und Journalistin Alena Schröder in der Redezeit – aber bereut hat sie es noch nie.

Mutter sein – auch ohne Job – ist anstrengend. Der meiste Druck aber kommt gar nicht von den Kindern selbst, sondern von außen: Im 21. Jahrhundert sollen Mütter cool und sexy sein, erfolgreich im Beruf und gleichzeitig aufopferungsvoll Kinder und Mann umsorgen, Engagement in Schule und Kita eingeschlossen. "Man changiert immer zwischen Mutter Beimer und Angelina Jolie", witzelt Alena Schröder. "Egal wie man’s macht, macht man’s falsch".

Wer zuhause bleibt und sich nur um die Kinder kümmert, gilt als abhängig vom Mann und altmodisch. Die spätgebärende Helikoptermutter, die das Projekt Kind über alles stellt, geht ebensowenig wie die Teenie-Mama, die ungewollt schwanger geworden ist. Aber wenn Frau selbstverständlich ihren Beruf weiter ausführt, ist es auch nicht richtig. Dann gilt sie als kalt und egoistisch. Bei all diesem Erwartungsdruck werde fast vergessen, welches Privileg und auch Glück es bedeute, Mutter zu sein, so Alena Schröder.

Redaktion: Julia Lührs

Buchtipp

Alena Schröder (2021): Junge Frau, am Fenster stehend, Abendlicht, blaues Kleid, München: dtv Verlagsgesellschaft, 368 Seiten, 22 Euro, ISBN 978-3423282734

Vom Glück des Mutterseins – Alena Schröder

WDR 5 Neugier genügt - Redezeit 07.05.2021 22:12 Min. Verfügbar bis 07.05.2022 WDR 5


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