Menschen, Autos und Häuser inmitten von Wasserfluten während der Überschwemmung in Pakistan

Flut in Pakistan – droht die nächste Katastrophe?

Heftige Regenfälle haben in Pakistan mehr als tausend Menschen das Leben gekostet. Millionen sind in Not. Für die Regierung ist schnell klar: Der Klimawandel ist schuld. Kritiker sehen aber auch Nachbesserungsbedarf bei der Infrastruktur.

Braune Wassermassen, die ganze Häuser mit sich reißen – kleine und größere Seen, wo früher Dörfer standen: Meterhohe Flutwellen haben in Pakistan im Sommer dieses Jahres eine Spur der Verwüstung hinterlassen. Mehr als 1500 Menschen sterben. Stand jetzt fehlt es an allem: Unterkunft, Essen, Medikamenten, Hilfe.

In dem Land in Südasien hatte es vorab Warnungen gegeben. Es war ungewöhnlich heiß und trocken. Ein paar Tage später bewahrheiteten sich die Prognosen: erst im Norden, dann im Süden Pakistans – Blitzregen und schweres Unwetter.

"Die Klimakrise ist zutiefst ungerecht. Entwicklungsländer wie Pakistan haben bislang wenig zum Klimawandel beigetragen, aber sie stehen heute an vorderster Front im Kampf gegen die Folgen", so Bundesentwicklungsministerin Svenja Schulze vor kurzem. Die Situation in Pakistan entwickle sich zur "Katastrophe nach der Katastrophe", mahnte die SPD-Politikerin.

Für die Regierung in Pakistan steht fest: Schuld an der Katastrophe ist der Klimawandel. Kritiker weisen aber auch darauf hin, dass in Pakistan mancherorts zu nah an Gewässern gebaut wurde. Zudem gebe es Nachbesserungsbedarf beim Katastrophenschutz. Anders als bei der Flut im Jahr 2010, die ebenfalls verheerend war, steht dieser Tage der Klimawandel im Fokus der Diskussion. Auch wenn es darum geht, wer den Schaden und Wiederaufbau bezahlen soll.

Autor: Peter Hornung

Redaktion: Jonas Klüter

Flut in Pakistan – droht die nächste Katastrophe?

WDR 5 Neugier genügt - das Feature 03.10.2022 18:52 Min. Verfügbar bis 30.09.2023 WDR 5 Von Peter Hornung


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