Ü 60 kämpft für Jüngere

Omas gegen rechts

Ü 60 kämpft für Jüngere

Aufmüpfig und frech, bunte Buttons und Mützen, junge Leute, die ihnen zujubeln: Die Protestgruppe "Omas gegen Rechts" kämpft, um ihren Enkelkindern eine bessere Welt zu hinterlassen. Mitstreiterin Susanne Scholl über die ältere Frau als politische Kraft.

Susanne Scholl

"Wir kämpfen für die Kinder und leisten Widerstand" steht auf Plakaten der Frauen Ü 60. Die Initiative "Omas gegen Rechts" protestiert unter anderem gegen Rassismus. In der Redezeit spricht Susanne Scholl über ihre Beweggründe, in Österreich mitzumachen.

Hier und da sind auch Opas und Jüngere mit dabei, im Internet haben sich unter dem Oma-Etikett mehrere tausend Mitstreiterinnen und Mitstreiter zusammengeschlossen. Sie sehen es als ihre Pflicht an, gegen Rassismus, Antisemitismus und den Sozialabbau in Österreich vorzugehen. Auch nach Start der ÖVP-FPÖ-Regierung im Dezember 2017 ging es auf die Straße.

Susanne Scholl, seit der ersten Stunde der Omas mit dabei, erzählt davon, einen Nerv getroffen zu haben: Die Unzufriedenheit mit den etablierten Parteien sei groß. Diskussionen mit dem Ex-Kanzler und derzeitigem Oppositionsführer, SPÖ-Mann Christian Kern, wurden organisiert. Im Juni gab es einen "Oma Rave" zwischen den Museen in Wien – auch Workshops haben die Frauen auf die Beine gestellt, um weiterzugeben, wie man mit Rechtsextremen oder noch Unentschiedenen diskutieren könnte. Sich in den politischen Diskurs einmischen, stark machen für eine parlamentarische Demokratie, die Stimme erheben für die Jüngeren: Die "Omas gegen Rechts" möchten die ältere Frau als politische Kraft nutzen, sagen: "Alt sein heißt nicht stumm sein!"

Redaktion: Gundi Große

Ü 60 kämpft für Jüngere – Susanne Scholl

WDR 5 Neugier genügt - Redezeit | 10.08.2018 | 25:37 Min.

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Stand: 08.08.2018, 18:57