Widerstand gegen Arbeitsbedingungen an Universitäten

Wissenschaftlicher Mitarbeiter putzt Tafel nach Vorlesung

Widerstand gegen Arbeitsbedingungen an Universitäten

Das Netzwerk "Gute Arbeit in der Wissenschaft" fordert bessere Berufsaussichten für Wissenschaftliche Mitarbeiter an Hochschulen. Die Literaturwissenschaftlerin PD Dr. Ulrike Stamm gehört zu den Gründerinnen der Initiative.

Mehr als 90 Prozent der "Wissenschaftlichen Mitarbeiter" im akademischen Lehr- und Forschungsbetrieb haben befristete Verträge. Wer nicht innerhalb von zwölf Jahren habilitiert und eine Professur ergattert, hat kaum Chancen auf eine feste Stelle. Zudem verdienen viele der rund 100.000 selbständigen Lehrbeauftragten unter Mindestlohn. Privatdozenten arbeiten sogar ganz umsonst. Diese "desaströsen Zustände" gehen uns alle an, sagt Ulrike Stamm vom Netzwerk für Gute Arbeit in der Wissenschaft. Fluktuation, Überlastung und Verunsicherung des Personals führen ihrer Ansicht nach dazu, dass die Qualität der Lehre sinkt und in der Forschung Innovation auf der Strecke bleibt. Politiker, die von Deutschland als Bildungsland sprechen, müssten für eine bessere Finanzierung der Hochschulen und ein Ende des Befristungswahns sorgen.

Redaktion: Jessica Eisermann

Prekäre Arbeitsbedingungen an Universitäten - Ulrike Stamm

WDR 5 Neugier genügt - Redezeit | 09.04.2018 | 25:45 Min.

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Stand: 06.04.2018, 12:24