Fäkalhumor und rote Baskenmütze

Stefanie Sargnagel

Fäkalhumor und rote Baskenmütze

Stefanie Sargnagel prahlt mit ihrer eigenen Genialität, attackiert Fremden- und Frauenfeinde und ist vulgär. In der Redezeit spricht sie als Österreicherin über ihr Land, Feminismus und Größenwahn.

Die österreichische Bloggerin und Zeichnerin macht nicht den Eindruck, irgendjemandem gefallen zu wollen. Dafür liebt das Feuilleton sie, den Hass erntet sie von Machos und Rechtspopulisten.

Bekannt geworden ist Stefanie Sargnagel, weil sie bei Facebook die Dialoge aus ihrem Nebenjob im Callcenter gepostet hat. Mit diesen Posts hat sie es bis zu den Tagen der deutschsprachigen Literatur in Klagenfurt und in manch ein Feuilleton gebracht.

Doch für eine Intellektuelle ist sie nach Eigenauskunft zu versoffen. Zu ihren Markenzeichen zählen folgerichtig eine rote Baskenmütze und eine Flasche Bier. Überhaupt kokettiert Sargnagel mit ihrer proletarischen Herkunft. Dass sie es als Kunststudentin in die Meisterklasse von Daniel Richter geschafft hat, fällt dabei eher hinten runter.

Von sich reden macht die 32-Jährige aber auch, weil sie sich immer wieder mutig in die gesellschaftlichen Debatten ihres Landes einmischt. Als Teil der von Frauen gegründeten "Burschenschaft Hysteria" fordert sie eine matriarchale Gesellschaft und legt sich immer wieder gerne mit FPÖ-Politikern an.

Redaktion: Valentina Dobrosavljevic

Fäkalhumor und rote Baskenmütze - Stefanie Sargnagel

WDR 5 Neugier genügt - Redezeit | 02.08.2018 | 29:44 Min.

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