Kein Alkohol mehr

Rauchender Mann mit Whiskyglas

Kein Alkohol mehr

Susanne Kaloff war nicht alkoholabhängig, sondern wollte in einer auf zwölf Monate angelegten Selbstbefragung herausfinden, wie es ist, die Welt immerzu nüchtern zu sehen und sich dem sozialen Druck zu entziehen, Alkohol zu trinken.

Susanne Kaloff

"Dieses Buch handelt ganz nüchtern betrachtet von Sex, Erkenntnis, Dramen, von Filmrissen, Ikonen, Botox, Freundschaften, Ersatzdrogen, der Liebe, dem Rausch der Askese und von dem verwirrenden Weg in die eigene Unabhängigkeit", schreibt die Hamburger Journalistin. Alkohol habe sie zwar nie exzessiv getrunken, aber wie andere Frauen auch immer wieder: aus Langeweile, Stress, Unsicherheit, seltener wegen Kummer, vor allem aber für den Genuss, zum Feiern und aus dem Gefühl heraus, emanzipiert zu sein. Bis sie im Herbst 2016 sich dazu entschloss, von heute auf morgen freiwillig mit dem Trinken aufzuhören. "Weil ich rausfinden wollte, wer ich ohne Beschleuniger, Verstärker, Sedierung bin. Rausfinden, wie es sein wird, emotionale Fallgruben bei klarem Verstand zu erleben." Am Ende ihrer Reise nach Innen notiert sie - mit einem Anstrich stolzer Koketterie: "Ich habe Feiertage, Partys, Einsamkeit und Frankreich ohne Alkohol hinter mich gebracht. Das Verlangen nach dem Trinken muss ich in den letzten Monaten irgendwo auf der Strecke verloren haben."

Literaturhinweis:
Susanne Kaloff:
"Nüchtern betrachtet war's betrunken nicht so berauschend: Ein Trip in die Freiheit", Fischer, 2018 256 Seiten, 15,50 Euro

Redaktion: Valentina Dobrosavljevic

Susanne Kaloff - Kein Alkohol mehr

WDR 5 Neugier genügt - Redezeit | 27.02.2018 | 29:57 Min.

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