Ein Spion, der aus der Kälte kam - Jack Barsky

Albrecht Dittrich alias Jack Barsky

Ein Spion, der aus der Kälte kam - Jack Barsky

Der DDR-Bürger Albrecht Dittrich wurde als KGB-Spion in die USA eingeschleust - als Jack Barsky ist er heute ein überzeugter "richtiger" Amerikaner. Eine Lebensgeschichte wie aus einem Spionageroman von John le Carré.

Eine Reiseerlaubnis? Und das auch noch - für die USA? Undenkbar, der Traum eines jeden DDR-Bürgers in den 1970er Jahren. Kein Problem für Albrecht Dittrich. Im Gegenteil: So eine Reiseerlaubnis gehörte zum Arbeitswerkzeug des Mannes, der von der DDR-Staatssicherheit gemeinsam mit dem sowjetischen KGB für eine ganz besondere Mission ausgewählt und jahrelang ausgebildet wurde: Dittrich sollte in die USA einreisen, sich eine legitime Identität verschaffen, Zugang zu "interessanten" Kreisen finden und später als gut getarnter Spion Wissenswertes aus dem Feindesland an den Ostblock liefern.

Jack Barsky - Der falsche Amerikaner

Barsky setzte seinen Auftrag um, trotz vieler Planungsfehler flog er nicht auf und wurde nach und nach zum "richtigen Amerikaner". Mit dem Fall des eisernen Vorhangs schwand auch die Gefahr, dass man ihn zurückrufen würde. Jack Barsky - ein Spion, dem die Auftraggeber abhanden gekommen waren, ein glücklicher Mann. Dennoch blieb die Sorge: Was, wenn man ihn doch noch entdecken, wenn man ihn enttarnen würde? Als der Tag kam, war Albrecht Dittrich froh, dass er sich endlich aus seinem ganz persönlichen Lügengebäude befreien konnte; er blieb trotzdem "Jack Barsky" und ist heute der überzeugteste US-Amerikaner, den man sich vorstellen kann.

Lesetipp:

Jack Barsky und Cindi Coloma: Der falsche Amerikaner.
SCM Hänssler, 2017. 424 Seiten. Euro 19,95.
ISBN 978-3775158268

Ein Spion, der aus der Kälte kam - Jack Barsky

WDR 5 Neugier genügt - Redezeit | 14.03.2018 | 30:58 Min.

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Redaktion: Julia Lührs