Herausforderung statt Praktikum

Herausforderung statt Praktikum

Traktor fahren, Obst ernten, selbst unterrichten: Schülerinnen und Schüler bekommen zu Beginn eines Schuljahres erstmal frei - und sollen Lebenserfahrung sammeln. Wo und wie, entscheiden die Jugendlichen selbst.

Schüler lernen fürs Leben

Praktikum ist out, Herausforderung in! Zumindest im Evangelischen Gymnasium in Siegen-Weidenau. Zu Beginn des Schuljahres 2018/19 stellte sich erstmals die komplette Jahrgangsstufe 9 "der Herausforderung". Frei nach dem Motto "Lernen fürs Leben. Ganz ohne Schule" durften die Jugendlichen ihre Grenzen außerhalb der Schule antesten. Ganz allein, ohne den Beistand von Eltern und Lehrern. Dafür bekamen sie 18 Tage frei und 150 Euro mit auf den Weg. WDR 5 erzählt, wer damit wo was gemacht hat.

Praktikum ist out, Herausforderung in! Zumindest im Evangelischen Gymnasium in Siegen-Weidenau. Zu Beginn des Schuljahres 2018/19 stellte sich erstmals die komplette Jahrgangsstufe 9 "der Herausforderung". Frei nach dem Motto "Lernen fürs Leben. Ganz ohne Schule" durften die Jugendlichen ihre Grenzen außerhalb der Schule antesten. Ganz allein, ohne den Beistand von Eltern und Lehrern. Dafür bekamen sie 18 Tage frei und 150 Euro mit auf den Weg. WDR 5 erzählt, wer damit wo was gemacht hat.

Traktor statt Schulbank
Victorias erste Herausforderung auf einem Ferienhof in Ostfriesland: "Traktor fahren". In Ostfriesland ist das ganz normal. Das lernen die Knirpse da schon mit sechs Jahren.

Von Siegen nach Ostfriesland
Victorias Vater ist Ostfriese, die Mutter kommt aus Siegen. Die Reise nach Ostfriesland war auch eine Suche nach den eigenen Wurzeln. Victoria liebt die Ostfriesen und ihren eigenwilligen Humor.

Victoria im Hofcafé
Bei Victorias Herausforderung in Ostfriesland war alles dabei: Traktor fahren, Stall ausmisten, Ferienbuden schrubben, Golfplatz entwerfen, Rasen mähen. Besonders viel Spaß hatte die 13-Jährige im Hofcafé, wo sie unter anderem gelernt hat, Tee nach ostfriesischer Art zuzubereiten und zu servieren.

Von Siegen zur Obsternte am Bodensee
Im Spätsommer/Frühherbst ist Obsternte am Bodensee, auch auf dem Obsthof Steffelin. Im hofeigenen Laden werden vor allem Äpfel, aber auch Obstbrände und Liköre aus der eigenen Brennerei verkauft.

Celia beim Apfelverkauf
Die 14-jährige Celia hat den Dreh im Hofladen ruckzuck raus. Äpfel verkaufen, ein Kinderspiel, fast schon langweilig. Den Kontakt mit den Kunden liebt sie, aber sie hatte sich eigentlich mehr bei der Apfelernte gesehen.

Celia und Hannah bei der Schnapsprobe
Bei Schnapsproben platzt der kleine, gemütliche Laden fast aus allen Nähten und Celia und Hannah kommen mit Nachschenken kaum hinterher. Wie das Zeug schmeckt? Das müssen die Kunden selbst rausfinden, Celia und Hannah trinken nicht.

Von Siegen nach Budapest
Saras Familie hat Wurzeln in Ungarn und Rumänien. Für ihre Herausforderung hat sie sich Budapest ausgesucht, weil die Stadt auf Schritt und Tritt Geschichte atmet. Kein Vergleich zu Siegen.

Sara im Katholischen Mädchengymnasium
Schule ganz ohne Jungs? Auch das ist neu für Sara. Sie besucht in Budapest ein strenges, von Nonnen geführtes Mädchengymnasium. Ihre Patentante unterrichtet hier seit zehn Jahren Mathematik.

Von der Schuhlbank ans Lehrerpult
Selbst die Abschlussklasse darf Sara in Deutsch unterrichten und ist platt, was sie alles drauf hat. Irgendwann mal eine richtige Lehrerin in Budapest? Das ist für Sara nach der Herausforderung durchaus vorstellbar.
Autorin: Jane Höck
Bilder: Hossam Shaker

Stand: 04.10.2018, 16:16 Uhr