Rassismus in Maffays Tabalugahaus?

Peter Maffay und Tabaluga

Rassismus in Maffays Tabalugahaus?

Ferienfreizeit für sozial benachteiligte Jugendliche: Mit diesem Ziel hat Peter Maffay die Tabaluga-Stiftung gegründet. Doch im rumänischen Dorf Radeln werden gegen den Verwalter des Hauses schwere Vorwürfe erhoben.

Roma aus dem Dorf Radeln in Siebenbürgen erheben Rassismus- und Gewaltvorwürfe gegen den Verwalter der rumänischen Tabaluga Stiftung, die der Musiker Peter Maffay 2009 gegründet hat. Sozial benachteiligte Kinder und Jugendliche aus Rumänien oder Deutschland können dort Ferien machen. Der Verwalter des Tabalugahauses soll Dorfbewohner rassistisch beleidigt, bedroht, getreten und geschlagen haben. Gegenüber dem ARD Studio Wien weist er alle Vorfälle entschieden zurück.

Das Dorf Radeln im rumänischen Siebenbürgen

Doch zahlreiche Dorfbewohner bleiben bei den massiven Vorwürfen. Von den rund 300 Menschen in Radeln sind die meisten Roma. Einige sind Viehzüchter, doch die meisten leben als Tagelöhner und Hirten mehr schlecht als recht und viele im Dorf sind sehr arm.

Peter Maffay engagiert sich seit Jahren gegen die Diskriminierung von Roma, Rassismus und Antisemitismus und spielte bei Rock gegen Rechts. Im März 2018 wurde er für sein Engagement gegen Rassismus mit der renommierten Buber-Rosenzweig-Medaille geehrt. Was die Rassismus- und Gewaltvorwürfe angeht, stellt sich der 68-jährige Musiker hinter seinen Verwalter.

Autorin: Andrea Beer

Redaktion: Valentina Dobrosavljevic

Rassismus in Maffays Tabalugahaus?

WDR 5 Neugier genügt - das Feature | 18.07.2018 | 19:16 Min.

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