Junge irakische Autorinnen nach dem IS

Die jungen Schriftstellerinnen bei der Arbeit

Junge irakische Autorinnen nach dem IS

Erstmals sind nach dem Sieg über den IS im Irak Autorinnen zusammengekommen - alle unter 25 Jahren - um ihren Widerstand gegen den Krieg und die Suche nach einer gemeinsamen Identität in Schrift zu dokumentieren.

Der Irak gilt als failed state - als gescheiterter Staat. Der sogenannte Islamische Staat gilt als offiziell besiegt. Ganz geschlagen ist er aber noch nicht, bestätigen Militärs und Politiker in Bagdad, wie in Berlin. Das Land ist gekennzeichnet durch Korruption, Instabilität und Kämpfe, zuletzt auch um die Unabhängigkeit der Kurden im Nordirak. Vor diesem Hintergrund sind Begegnungen, bei denen sich Iraker, zumal Frauen, aus allen Regionen des Landes treffen, selten.

Die Autorinnen sprengen mit ihren Nachwuchstreffen, das vom Goethe-Institut bezuschusst wurde, kulturelle Grenzen: Denn Frauen im Irak schreiben anders als Männer. Über neue Lesezirkel und Autoren-Netzwerke auf Facebook setzen die jungen Autorinnen so ein Zeichen von Aufbruch und Ausdauer. Denn in einer betont patriarchalischen Gesellschaft stoßen Schriftstellerinnen im Irak nach wie vor auf vielfältige Hindernisse.

Autor: Martin Gerner

Redaktion: Julia Lührs

Junge irakische Autorinnen nach dem IS

WDR 5 Neugier genügt - das Feature | 20.04.2018 | 23:03 Min.

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