Fremde Heimat - Syrer in der Türkei

Ali Yeminicioglu steht in seinem Textilladen in Kilis

Fremde Heimat - Syrer in der Türkei

Die Türkei hat seit dem Krieg in Syrien, der vor sieben Jahren begann, drei Millionen Flüchtlinge aufgenommen. Viele von ihnen leben nahe an der Grenze und haben sich ein neues Leben aufgebaut - mit eigenen Geschäften.

Seit Beginn des Syrienkonflikts im Jahr 2011 hat die Türkei fast drei Millionen Flüchtlinge aufgenommen. Offiziell gelten sie in der Türkei jedoch nicht als Flüchtlinge, sondern als Gäste, das heißt sie stehen nicht unter dem Schutz der Genfer Flüchtlingskonvention. Trotzdem hat sich ihre Lage in den letzten Jahren verbessert.

Sie dürfen legal arbeiten, haben eine Gesundheitskarte und bekommen etwas Geld zum Überleben. Viele haben versucht in den großen Städten wie Istanbul, Ankara und Izmir ihr Glück zu machen oder haben sich auf lebensgefährlichen Wegen nach Europa durchgeschlagen.

Eine ganze Reihe jedoch ist in der Grenzregion geblieben und hat dort tatsächlich eine zweite Heimat gefunden. Nicht zuletzt, weil die türkische Hilfsorganisation GAP (Güney Anadolou Projesi) in Zusammenarbeit mit der Unesco dort mit vielen Projekten präsent ist und versucht hat, den Menschen das Leben in der Fremde zu erleichtern, nicht ganz uneigennützig, denn wer so nah an der alten Heimat ist, könnte nach dem Krieg vielleicht auch schnell wieder zurückkehren.

Ellen Rudnitzki und Zeynel Kizilyaprak haben sich in einer Kleinstadt in der türkisch-syrischen Grenzregion umgesehen und mit Syrern, die hier eine neue Heimat in der Fremde gefunden haben, gesprochen.

Autoren: Ellen Rudnitzki und Zeynel Kizilyaprak

Redaktion: Mark vom Hofe

Fremde Heimat - Syrer in der Türkei

WDR 5 Neugier genügt - das Feature | 24.04.2018 | 19:13 Min.

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