Mähdrescher als Mietobjekt

Mähdrescher im Sonnenuntergang

Mähdrescher als Mietobjekt

Hightech-Mähdrescher sind hochmoderne Fahrzeuge, die das Korn professionell einholen – aber viel Geld kosten. Die Anmietung der tonnenschweren Technik gehört längst zum Alltag einiger Landwirte.

Stundenlang sitzen sie konzentriert auf dem Fahrersitz, arbeiten die Nächte durch und hoffen, die gesamte Jahresernte in nur wenigen Tagen einfahren zu können: Die heißen Monate bedeuten für Getreidebauern und Co. Schwerstarbeit, über ein "Sommerloch" können Landwirte in NRW nur müde lächeln – statt dessen läuft die Hochsaison auf den Feldern. Für diese kurze Zeit des Jahres sind aber nicht nur die Männer und Frauen auf dem Land im Einsatz, sondern auch tonnenschwere Geräte. Mähdrescher und andere technische Fahrzeuge sind von Feld A nach Feld B unterwegs, um Hafer, Raps oder bald auch den Mais einzuholen.

Die Ernte findet in diesem Jahr viel früher als gewöhnlich statt, überall in Deutschland. Wenn auch nicht so extrem wie im Norden oder Osten der Republik, ist es in NRW viel zu trocken für eine richtig gute Ernte. Die Erwartungen an Menge und Qualität sind durchwachsen: Bis zu 30 Prozent weniger Ertrag könnte es geben, schätzen einige Landwirte. Andere sind bisher ganz zufrieden. Denn die Bedingungen für das Pflanzenwachstum sind regional sehr unterschiedlich. Und auch die Art und Weise, wie geerntet wird, trägt dazu bei, dass der Ertrag stimmen könnte.

Doch hochmoderne Erntegeräte sind teuer – viel zu teuer, um sie nur für ein paar Tage im Einsatz zu haben und das restliche Jahr in der Scheune stehen zu lassen. Manche Landwirte teilen sich den Kauf der Geräte daher, andere arbeiten mit Lohnunternehmen zusammen, leihen sich die Drescher für's Feld also aus. Unsere Reporterin Susanne Kabisch hat sich mit in die Fahrerkabine der Hightech-Mähdrescher gesetzt.

Autorin: Susanne Kabisch

Redaktion: Andrea Peters

Mähdrescher als Mietobjekt

WDR 5 Neugier genügt - das Feature | 10.08.2018 | 17:26 Min.

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