Wie lang ist ein Jahr?

Ein Uhrwerk in Nahaufnahme, im Hintergrund ist ein Ziffernblatt zu erkennen.

Wie lang ist ein Jahr?

Schon wieder ein Jahr rum – erschrecken wir uns ab einem bestimmten Alter immer wieder, am Geburtstag oder an Silvester. Wie kommt es, dass die gefühlte Lebenszeit mit dem Älterwerden immer schneller den Takt angibt?

Für Kinder kann ein Tag unheimlich lang dauern. Und eine ganze Woche scheint kaum auszuhalten, so ewig ist es hin bis sie rum ist. Als Jugendliche haben wir gefühlt endlos auf Zukünftiges hin gefiebert. Das erste Date, endlich lange wegbleiben dürfen, den Führerschein haben, mit der Schule fertig sein ... Meilensteine, deren Erreichen sich zog wie Kaugummi. Ab 30, 40 fängt die Zeit dann plötzlich an zu rasen. Gefühlt werden die Jahre immer kürzer. Und mit spätestens 50 tauchen dann die Sinnfragen auf – was liegt hinter mir, wo stehe ich, was soll noch kommen? Und wann genau fing das eigentlich an, dass das Leben so rast?

Unser Zeitgefühl bestimmt unser Lebensgefühl – wer immer nur gehetzt ist, wird unglücklich. Aber selbst verordnete Langsamkeit ist auch nicht immer des Rätsels Lösung. Denn nur wer viel erlebt, sagen Zeitforscher, bleibt im Rhythmus. Aber Achtung, schneller ist dabei nicht immer besser! Wie lebt sich eine gute Balance zwischen Zeitdruck und Entschleunigung? Hilft Meditation, die Sinne für das eigene Zeitgefühl zu schärfen? Macht es Sinn, sich von der Lesedauer von Online-Texten beeinflussen zu lassen? Woran erkennen wir unser eigenes Tempo? Und wann überhaupt ist die Zeit gekommen, dieses zu leben? - Ein Feature über die passende Richtgeschwindigkeit für ein glückliches, möglichst stressfreies und doch nicht zu lahmes, bloß nicht langweiliges Lebenszeitgefühl.

Autorin: Andi Ueding

Redaktion: Jessica Eisermann

Wie lange ist ein Jahr?

WDR 5 Neugier genügt - das Feature | 01.08.2018 | 20:06 Min.

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