Wenn Politiker ihr Wort brechen

Protestschild mit der Abbildung der Kinderbuchfigur "Pinocchio"

Wenn Politiker ihr Wort brechen

Groko, Nogroko, Koko – seit der Bundestagswahl im September waren bereits einige Regierungs-Modelle in der Diskussion. Dabei sind unterschiedliche Standpunkte vertreten worden, oft sogar von ein und derselben Person.

Nach dem SPD-Debakel der vergangenen Monate scheint eines zumindest sicher: Klar formulierte Standpunkte sind politischer Selbstmord. Seinen Standpunkt aufgeben ist dann was? Verrat? Wankelmut? Opportunismus?

Bleiben wir beim Opportunisten, den Wilhelm Busch einst spöttisch als "Jenachdemer" übersetzte: Kaum zu glauben, dass das Wort Opportunist in seinen Anfängen einen durch und durch guten Klang hatte. Es stand, in gänzlich positivem Sinn, für eine Kunst des Regierens. Es bezeichnete die Fertigkeit, unter sich ständig verändernden Gegebenheiten praktische, sprich am Möglichen ausgerichtete Politik zu betreiben. Oder, um es mit den trotzigen Worten von Konrad Adenauer auszudrücken: "Was kümmert mich mein Geschwätz von gestern?"

Eine Feature über Wendehälse und was passiert, wenn Politiker ihr Wort brechen

Autor: Wolfgang Steil

Redaktion: Valentina Dobrosavljevic

Wenn Politiker ihr Wort brechen

WDR 5 Neugier genügt - das Feature | 27.02.2018 | 20:24 Min.

Download