20 Jahre "Wag the Dog" - Wenn Realität Satire übertrump(f)t

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20 Jahre "Wag the Dog" - Wenn Realität Satire übertrump(f)t

Kurz vor den Wahlen bekommt der US-Präsident Ärger wegen sexueller Belästigung. Sein Team überlegt sich ein gewagtes Ablenkungsmanöver: einen gefälschten Krieg, der das Volk auf andere Gedanken bringen soll.

Das ist keine Spekulation darüber, wie es mit Donald Trumps Präsidentschaft wohl weitergeht, sondern der Plot von Barry Levinsons Politsatire "Wag the Dog". Vor zwanzig Jahren kam der Film mit Robert de Niro und Dustin Hoffman in die deutschen Kinos. Robert De Niro spielt darin den skrupellosen Image-Berater des US-Präsidenten. Um von der innenpolitischen Krise abzulenken, will er einen Krieg inszenieren. Dafür braucht er aber einen verschwiegenen Hollywood-Produzenten: Dustin Hoffman.

Aus heutiger Sicht ist De Niro quasi ein Pionier des postfaktischen Zeitalters: völlig egal, ob etwas stimmt oder nicht. Entscheidend ist, was die Menschen glauben. Eine denkbar absurde Geschichte – aber in Zeiten von fake-news kann man durchaus fragen: Ist sie wirklich so viel absurder als die Realität?

Autorin: Jana Fischer

Redaktion: Valentina Dobrosavljevic

20 Jahre „Wag the Dog“. Wenn Realität die Satire übertrump(f)t.

WDR 5 Neugier genügt - das Feature | 26.03.2018 | 18:36 Min.

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