Der Urwald Sababurg

Das Schloss Sababurg ragt zwischen Baumkronen hervor

Der Urwald Sababurg

Ein richtiger Urwald in Deutschland? Kein Witz, den gibt es wirklich und gar nicht weit von NRW. In Nordhessen liegt an der Grenze zu Ostwestfalen und dem Weserbergland der Urwald Sababurg.

Im ältesten Naturpark Hessens ist die Natur seit über 100 Jahren wieder Herrin des Waldes. Die Förster pflegen lediglich das Wegenetz und holen Totholz heraus, wenn es zu viel wird. Alles andere darf wachsen in diesem Wald, dessen Schmuckstücke knorrige Eichen und uralte Buchen sind, die bis zu 600 Jahre auf dem Buckel haben. Jane Höck lädt zu einem Spaziergang durch den Urwald Sababurg ein.

Baumkrone im Wald rund um die Sababurg in Nordhessen

Seinen Namen hat der Urwald – genau wie der direkt angrenzende Tierpark – vom Märchenschlösschen Sababurg. Bevor Dornröschen hier eingezogen ist, um 100 Jahre zu schlafen, war Saba die Schlossherrin. Das ist der Legende nach eine von drei zerstrittenen Riesentöchtern, die hier in den Wäldern gehaust haben sollen.

Nahaufnahme eines Fliegenpilzes im Wald rund um die Sababurg in Nordhessen

Der Urwald Sababurg ist zu jeder Jahreszeit reizvoll. Im Sommer wachsen hier meterhohe Adlerfarne, im Herbst gibt es Beeren und untertellergroße Fliegenpilze.

Eine große, alte Eiche mit knorrigen Ästen und grünem Laub

Die Rapp-Eiche ist nach dem Naturschützer und Förster Herrmann-Josef Rapp benannt. Der hat den Urwald in den vergangenen Jahrzehnten überhaupt erst aus seinem Dornröschenschlaf geweckt und mit seinem unermüdlichen Engagement Touristen aus ganz Deutschland zu den monumentalen Bäumen im Wald gelockt.

Autorin: Jane Hoeck

Redaktion: Ursula Daalmann

Der Urwald Sababurg

WDR 5 Neugier genügt - das Feature | 21.06.2018 | 19:13 Min.

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