Von der Briefzustellerin zur Plage – die Taube

Taube

Von der Briefzustellerin zur Plage – die Taube

"Ratten der Lüfte", nennen ihre Feinde sie und beklagen, dass Tauben ihren Kot in der ganzen Stadt verteilen. Nicht jeder will sie im Park vergiften, sondern für den Wettkampf oder die Suppe züchten. Und da wäre noch die romantische Historie.

Geschichten über Tauben gibt es so lange es die Menschheitsgeschichte gibt. Tauben findet man in fast allen Kulturen und Epochen, vom alten Babylon bis heute. Verständigung über lange Distanzen zum Beispiel war ohne die Vögel kaum denkbar. Längst haben moderne Kommunikationsmittel die Taube als Nachrichtenübermittlerin verdrängt. Elegante Volieren findet man heute kaum, aber noch den Schlag auf dem Dach. Die Tiere werden auch für die gehobene Gastronomie gezüchtet. Denn zur Kulturgeschichte der Taube gehört auch ihr Ruf als Delikatesse.

Als Plage wird sie in den Städten empfunden. Tauben leben zuhauf an öffentlichen Plätzen, oft schmutzig, von Krankheiten geplagt und ohne Scheu. Das liegt auch daran, dass die Tiere den Menschen als Nahrungsquelle wahrnehmen. Stadttauben ernähren sich von den Resten, die unbeachtet zu Boden fallen, und es gibt auch Menschen, die sie füttern. Eine fatale Gewöhnung an ungesunde Futterberge, die die Tiere krank macht, sagen Experten.

Aber die Taube hat auch Freunde: Brieftaubenzüchter verdienen gut mit ihren fliegenden Athleten und Taubenschützer bemühen sich, den Vögeln Rückzugsplätze zur Verfügung stellen und sie artgerecht zu füttern.

Autoren: Dieter Jandt und Ulrich Land

Redaktion: Regina Tanne

Von der Briefzustellerin zur Plage - die Taube

WDR 5 Neugier genügt - das Feature | 19.07.2018 | 19:58 Min.

Download