Kennen Schriftstellerinnen die Sprachlosigkeit?

Ein Zeigefinger wird vor einen geschlossenen Mund gehalten

Kennen Schriftstellerinnen die Sprachlosigkeit?

Sprachlosigkeit - ist das etwas, das aus Abwesenheit, Mangel, Defizit, Verlust und Enteignung kommt? Oder kann sie auch aus einer Fülle entstehen?

Katja Artsiomenka ist mit ihr per Du. Sie glaubt, dass die Sprachlosigkeit sie mag und sich bei ihr geborgen fühlt. Die Autorin kommt aus Belarus. Sie nennt es "das Land der Verstummten, das Land wo die Sprachlosigkeit zuhause ist". Als sie nach Deutschland kam, war die Sprachlosigkeit auch da, denn Katja Artsiomenka sprach kein Deutsch. Sie hat sich später als Journalistin mit den vielen Gesichtern des Lautlosen beschäftigt.

Mit dem Schweigen und Verschweigen, Stummsein und Verstummen oder Stillwerden und Stillbleiben. Im Gespräch mit Schriftstellerinnen, die schweigen mussten oder schweigen wollten, hat sie erfahren, dass die Sprachlosigkeit auch sinnstiftend und sinnvoll sein kann. Warum schweigen wir? Wann wird aus unserem Schweigen das Verschweigen? Können Schriftstellerinnen das Phänomen in Worte fassen?

Autor: Katja Artsiomenka

Redaktion: Regina Tanne

Kennen Schriftstellerinnen die Sprachlosigkeit?

WDR 5 Neugier genügt - das Feature | 17.05.2018 | 21:30 Min.

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