Zukunft von Schafhirten in Deutschland

Schäfer Willi Baumann treibt seine Schafherde über einen Feldweg.

Zukunft von Schafhirten in Deutschland

In Deutschland geht die Zahl derjenigen, die sich entschieden als Schäfer zu arbeiten, weiter zurück. Anders als in den europäischen Nachbarländern Spanien oder Frankreich. Bei geringem Lohn viel draußen sein, das ist nicht attraktiv.

In Spanien schulen arbeitslose Tierärzte auf Schäfer um und ziehen wie in alten Zeiten mit den Herden über die riesigen Landflächen der Iberischen Halbinsel. Sie sind moderne Nomaden, deren Leben sich ganz nach dem Rhythmus der Tiere richtet. Auch in Frankreich erlebt der Schäfer, einer der ältesten Berufe der Welt, eine kleine Renaissance. Grüne Stadtschäfer erobern die Hauptstadt Paris, wo die Tiere als natürlich Rasenmäher in Parks und auf Grünflächen eingesetzt werden.

Und in Deutschland? Da gehen die Zahlen dramatisch zurück. Es gibt nur noch knapp tausend Schafhalter und Nachwuchs wird händeringend gesucht. Aber wer will schon – salopp gesprochen - 365 Tage im Jahr arbeiten? Bei mieser Bezahlung und bei Wind und Wetter draußen. In dicht besiedelten, urban geprägten Bundesländern wie Nordrhein-Westfalen gibt es noch weniger Schäfereien und Hirten als im Rest der Republik. Was sind das für Menschen, die sich hier dennoch für diesen Beruf entscheiden? Was sind ihre Beweggründe und welche Zukunftspektiven haben sie?

Autorin: Jane Hoeck

Redaktion: Beate Wolff

Zukunft von Schafhirten in Deutschland

WDR 5 Neugier genügt - das Feature | 27.06.2018 | 20:26 Min.

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