Mann, Geburt, Vater – und jetzt?

Ein Vater hält sein neugeborenes Kind im Arm.

Mann, Geburt, Vater – und jetzt?

Schwangerschaft und Geburt waren mal reine Frauensache. Inzwischen hat sich die Situation völlig verändert. Von Männern wird erwartet, dass sie ihre Partnerin zur Geburt begleiten. Und manche Männer überfordert das.

Bei der Dramatik der Geburt nur zuzuschauen, sich hinten anzustellen in traditionell geprägten Frauenräumen, passiv zu sein – dieser Herausforderung sind nicht alle werdenden Väter gewachsen. Männer im Kreißsaal können den Ablauf einer Geburt verändern, wenn nicht gar stören. Eine kanadische Studie brachte sogar die hohe Kaiserschnittrate mit der Anwesenheit von Vätern im Kreißsaal in Zusammenhang.

Und nach der Geburt? Eine aktuelle irische Studie zeigt jetzt, dass erstaunlich viele junge Väter sogar eine postnatale Depression erleiden. Verstärkt wird dieser Befund noch, wenn das Baby viel schreit, nicht schläft und Unterstützung aus dem sozialen Umfeld fehlt. Aus der Sozialforschung weiß man, dass gerade nach der Geburt Männer gerne aus dem Haus flüchten und fortan besonders viel arbeiten. Dabei ächzen Männer genauso unter dem Spagat von Kindererziehung und beruflicher Anforderung, wenn sie ihre Vaterrolle ernst nehmen.

Autorin: Eva Schindele

Redaktion: Valentina Dobrosavljevic

Mann, Geburt, Vater – und jetzt?

WDR 5 Neugier genügt - das Feature | 27.07.2018 | 20:59 Min.

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