Frauenabwahl im Bundestag

Konstituierende Sitzung des Bundestages (24.10.2017)

Frauenabwahl im Bundestag

Noch nie saßen so viele Parlamentarier im deutschen Bundestag, doch der Frauenanteil ist so klein wie nie zuvor. Weniger als ein Drittel der Volksvertreter sind Frauen, trotz Frauenquote bei SPD, Linken und Grünen.

Sie kommen teilweise auf einen Frauenanteil von über 50 Prozent, das Schlusslicht ist die AfD mit knapp 11 Prozent. Auch FDP, CDU und CSU schaffen es nicht einmal, ein Viertel Frauen in ihren Reihen aufzustellen.

"Wenn es schlecht für die CDU ausgeht, dann besonders schlecht für die Frauen." - Claudia Lücking-Michel

Die ehemalige Bundestagsabgeordnete Claudia Lücking-Michel trat für die CDU in ihrem Bonner Wahlkreis an - gegen Ulrich Kleber von der SPD. Durch den schlechten Wahlausgang für die CDU, konnte die Partei nicht mehr so viele Abgeordnete nach Berlin schicken wie zuvor - vor allem zum Leid der Kandidatinnen.

Das Parlament soll eigentlich das Volk repräsentieren. Doch die Frauen im Bundestag sind weit davon entfernt, die Hälfte der Bevölkerung zahlenmäßig zu vertreten. Weniger als ein Drittel der Abgeordneten ist weiblich. Damit fehlen 140 Frauen im Parlament.

"In Ruanda gibt es mehr Frauen im Parlament als in Deutschland." - Rebecca Beerheide

Obwohl mit Angela Merkel eine Frau an der Spitze der Regierung steht, ist die Gleichstellung von Mann und Frau im Parlament noch längst nicht erreicht.

Autorin: Veronika Bock

Redaktion: Julia Lührs

Frauenabwahl im Bundestag

WDR 5 Neugier genügt - das Feature | 28.03.2018 | 20:30 Min.

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