Der Hype ums Essen

Streetfood

Der Hype ums Essen

Ohne ihre jugendlichen Kunden könnten die Fastfood-Ketten wohl einpacken. Aber es gibt auch junge Leute, die sich nicht mehr abspeisen lassen wollen mit ungesundem Essen aus umweltschädigender Produktion.

Das Essen hat die Mode als bevorzugtes Mittel der Selbstdarstellung abgelöst, sagen Soziologen und Trendforscher. Das will man gerne glauben, wenn man sich bewusstmacht, wie exzessiv sich unsere Wohlstandsgesellschaft mit Essen beschäftigt. Wir schauen unzählige verschiedene Kochsendungen, kaufen Küchengeräte, die nicht selten so teuer und repräsentativ sind wie Möbel, wir lassen uns Rezepte mitsamt den schon genau berechneten Zutaten fürs Abendessen mit Gästen liefern, überrennen angesagte Markthallen und Food-Festivals – oder wir stellen alles infrage und beschränken uns aus gesundheitlichen Gründen strikt auf Produkte ohne bestimmte chemische Zusätze, verzichten aus ethischen Gründen auf tierische Produkte, während die Lebensmittelindustrie darauf aus ist, jede sich abzeichnende Vorliebe wirtschaftlich zu nutzen.

Junge Leute haben oft gar nicht die Mittel, Essen als Kult zu feiern. Und viele haben wohl auch schlicht keine Lust, sich viele Gedanken über ihr Essen zu machen. Günstiges gibt es ja in Hülle und Fülle. Manche mögen sich dem riesigen Nahrungsangebot aber dennoch nicht einfach passiv hingeben. Sie schwingen sich auf zu Akteuren im kulinarischen Kosmos und kreieren selbst Trends oder verstärken bewusst Ernährungsweisen, die sie für richtig halten. Cornelia Schäfer hat solche Trendsetter getroffen und eine Soziologin gefragt, was von dem Essenshype zu halten ist.

Autorin: Cornelia Schäfer

Redaktion: Claudia Dammann

Der Hype ums Essen

WDR 5 Neugier genügt - das Feature | 21.02.2018 | 21:06 Min.

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