Ceuta - Grenzstadt zwischen den Welten

Grenzstadt Ceuta

Ceuta - Grenzstadt zwischen den Welten

Die Stadt Ceuta ist ein Schnittpunkt zwischen Europa und Afrika. Als spanische Exklave in Nordafrika gehört der Ort zur EU. Aber selbst erfahrene Spanienurlauber kennen Ceuta oft nur vom Hörensagen. Oder aus den Nachrichten.

Ceuta ist häufig Schauplatz von Flüchtlingsdramen. Immer wieder versuchen Migranten aus den unterschiedlichsten Staaten Afrikas, die Grenzanlagen zu überwinden, um auf spanischen Boden und damit in die Europäische Union zu gelangen. Sie kommen aus Ceutas Nachbarland Marokko. Von dort kommen auch zehntausende Grenzgänger. Für sie ist Ceuta der Ort, um Geld zu verdienen. Und in Ceuta selbst leben etwa 85.000 Spanier, mehrheitlich Christen und Muslime. All das macht Ceuta zu einer Grenzstadt zwischen den Welten.

Ceuta ist die Stadt des fast unüberwindbaren Grenzzauns und des alltäglichen Schmuggels. Eine zerschnittene und umstrittene Stadt. Verschmähter Außenposten und stolze Bastion der Spanier. Kleines Eldorado für die armen marokkanischen Nachbarn. Ein Fluchtpunkt für afrikanische Migranten.

Die Exklave mit Armut, Bildungsmisere, Kriminalität und RadikaIisierungsgefahr. Nur: Es gibt kein gemeinsames Konzept für Ceuta und die marokkanische Nachbarregion. Spanien und Marokko grenzen sich voneinander ab, Ceuta ist zwischen den Kulturen steckengeblieben. Die Stadt Ist Leidtragende und Profiteur des Zauns. Deshalb bleibt Ceuta eine Stadt der Grenzgänger und ein Ort zwischen Europa und Nordafrika.

Autoren: Jens Borchers und Marc Dugge

Redaktion: Claudia Dammann

Ceuta - Grenzstadt zwischen den Welten

WDR 5 Neugier genügt - das Feature | 26.07.2018 | 18:53 Min.

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Stand: 24.07.2018, 17:32