Volle Flasche - Alkohol im Profifußball

Schnapsgläser auf einem Tablett

Volle Flasche - Alkohol im Profifußball

Als der ehemalige Fußball-Nationalspieler und Weltmeister Per Mertesacker vor kurzem in einem Interview zugab, dass der Leistungsdruck im Profifußball ihn regelmäßig krank gemacht habe, da war der Aufschrei groß.

Auf die Aussage Mertesackers, dass er mittlerweile bei Arsenal London lieber auf der Ersatzbank oder sogar auf der Tribüne sitze, als zu spielen, folgten die üblichen Reflexe: Rekord-Nationalspieler Lothar Matthäus sprach Mertesacker die Befähigung ab, jemals als Trainer zu arbeiten, schon gar nicht mit Jugendlichen. Ex-Nationalspieler Christoph Metzelder meinte lapidar: Hat ihn ja niemand gezwungen zu spielen.

Der Umgang mit Angst und Schwäche war und ist nicht einfach in einer Branche, in der nur Stärke und Selbstbewusstsein zählen. Das war 1963, im Gründungsjahr der Bundesliga, genauso wie 2018. Und damals wie heute gab es für viele Profis nur einen Ausweg: Die Flucht in die Sucht und damit der Griff zur Flasche.

Burkhard Hupe hat bei seinen Recherchen festgestellt: Alkoholismus im Profifußball war und ist noch immer gesellschaftsfähiger als Depressionen oder Versagensängste.

Autor: Burkhard Hupe

Redaktion: Ursula Daalmann

Hauptsache Leistung - Alkohol im Profifußball

WDR 5 Neugier genügt - das Feature | 03.04.2018 | 17:17 Min.

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