Provokation als Strategie - Die AfD im Bundestag

Mehrere Mitglieder der AfD-Fraktion im Bundestag in einer Plenarsitzung.

Provokation als Strategie - Die AfD im Bundestag

"AfD wirkt": Das ist einer der Slogans der Partei. Der Einzug der AfD in den Bundestag hat tatsächlich gravierende Folgen. Das zeigt nicht nur der Unions-Streit über die Flüchtlingspolitik. Eine Bilanz der ersten acht Monate dieser Partei im Parlament.

Bei der Bundestagswahl 2017 hat die selbsternannte "Alternative für Deutschland" 12,6 Prozent der Stimmen bekommen. Die 92 Abgeordneten der AfD demonstrieren bei ihren Auftritten im Bundestag fortwährend und unmissverständlich, dass sie weder mit den anderen Fraktionen noch mit dem parlamentarischen System der Bundesrepublik etwas zu tun haben wollen. Die Mandatsträger der AfD sind Mitglieder des Deutschen Bundestags und agieren gleichzeitig als Protestpartei. Deren gezielte Provokationen haben bislang nicht dazu geführt, dass sich ihre Anhänger abwenden.

Für die Abgeordneten der anderen Parteien stellt der Umgang mit den AfD-Parlamentariern eine Herausforderung dar. Auffallend ist die verbale Schärfe und Rohheit, die seit dem Wahlerfolg der Rechtspopulisten Einzug in die Debatten unter der Reichstagskuppel gehalten hat. Manche Beobachter sprechen davon, dass die rechte Partei die anderen Fraktionen im Parlament zusammenschweißt.

ARD-Hauptstadt-Korrespondent Kilian Pfeffer über die ersten acht Monate der AfD im Bundestag.

Redaktion: Claudia Dammann

Provokation als Strategie - Die AfD im Bundestag

WDR 5 Neugier genügt - das Feature | 06.07.2018 | 22:12 Min.

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