Die Aborigine-Lehrerin May O'Brien

Geburtsort von May O'Brien

Die Aborigine-Lehrerin May O'Brien

May O'Brien war die erste Aborigine-Lehrerin in Western Australia. Die heute über 80jährige ist ein Kind der "Lost Generation", die eines der dunkelsten Kapitel der jüngeren australischen Geschichte erdulden musste.

Von 1910 bis 1970 wurde ein beträchtlicher Teil der Aboriginal-Kinder, besonders aber die mit gemischtrassiger Herkunft, zwangsweise in Heime eingewiesen oder zur Adoption durch Weiße freigegeben mit dem Ziel, sie der weißen Lebensweise anzupassen, die hellhäutigeren Nachkommen für ein Leben im weißen Australien zu assimilieren. Dies geschah oft auch mit dem Gedanken, die indigene Bevölkerung auf diese Weise immer weiter schrumpfen zu lassen.

May O'Brien

Für May O’Brien war es eine ambivalente Lebenszeit, nicht nur des Leidens, sondern auch schöner Erinnerungen und des Versuchs, "etwas aus ihrem Leben zu machen". Als Schriftstellerin von Kinderbüchern hat sie sich ihr Leben lang für ihr Volk eingesetzt, für Frauenrechte, für Erziehung. Dafür ist sie in Australien vielfach geehrt worden. Michael Marek und Sven Weniger haben sie besucht.

Autor: Michael Marek

Redaktion: Ursula Daalmann

Die Aborigine-Lehrerin May O'Brien

WDR 5 Neugier genügt - das Feature | 19.02.2018 | 22:10 Min.

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