Naturfotograf Ingo Arndt – Bären, Pumas und Honigwaldbienen

Naturfotograf Ingo Arndt – Bären, Pumas und Honigwaldbienen

Seit 30 Jahren reist Ingo Arndt um die Welt. In Patagonien gewöhnte sich ein Rudel Pumas so an ihn, dass einzigartige Aufnahmen bei der Jagd gelangen. Für sein neuestes Projekt fotografierte der 52-Jährige wildlebende Honigbienen in ihrem angestammten Lebensraum, den Baumhöhlen im Wald.

Ein zehn Monate altes Puma-Weibchen blickt neugierig in die Kamera.

Ein zehn Monate altes Puma-Weibchen blickt neugierig in die Kamera. Es kennt Ingo Arndt schon von Geburt an und vertraut ihm. Das preisgekrönte Foto wurde 2019 Titelfoto des Wildlife-Jahresband, in dem die weltbesten Fotografen versammelt sind. Damit ging für den Fotografen aus der Nähe von Frankfurt ein Jugendtraum in Erfüllung.

Ein zehn Monate altes Puma-Weibchen blickt neugierig in die Kamera. Es kennt Ingo Arndt schon von Geburt an und vertraut ihm. Das preisgekrönte Foto wurde 2019 Titelfoto des Wildlife-Jahresband, in dem die weltbesten Fotografen versammelt sind. Damit ging für den Fotografen aus der Nähe von Frankfurt ein Jugendtraum in Erfüllung.

Das Puma-Weibchen Sarmiento mit ihren beiden, etwa vier Monate alten, Jungen. Mit 20 Monaten gehen sie eigene Wege. Fotografiert im Torres del Paine Gebiet in Patagonien. Dort lebt eine relativ große Population an Pumas, auch Amerikas Silberlöwen genannt.

Der Silberrücken tauchte plötzlich aus der Vegetation auf als Ingo Arndt seine Familiengruppe fotografierte. Fotograf und Gorilla waren gleichermaßen überrascht. Berggorillas lassen sich besonders gut durch ihren Nasenabdruck unterscheiden, so individuell wie der menschliche Fingerabdruck.

In den Everglades fotografierte Ingo Arndt das ausgewachsene Alligatoren-Männchen namens Jack aus nächster Nähe mit Unterwasserkamera. Zum Schutz des Fotografen befestigte er die Kamera an einer Teleskopstange. Jack war misstrauisch, es dauerte fast zwei Wochen bis zu einem guten Foto. Zum Schluss ging der Alligator zum Angriff über, bei dem der Fotografen ein Objektiv verlor.

Ein fast tropisch anmutender Sandstrand auf den Falklandinseln passt auf den ersten Blick nicht zu den Königspinguinen. Was man auf dem Bild nicht erkennt, sind der eisige Wind und die frostigen Temperaturen. Die Tiere sind auf dem Weg vom Strand zu den Brutkolonien auf den Falklandinseln.

Ein wild lebendes Bienenvolk besiedelt eine verlassene Schwarzspechthöhle. Dieses Bild machte Ingo Arndt in 20 Metern Höhe im Klettergeschirr hängend. Er dokumentierte als erster Fotograf, wie ein Schwarm eine Baumhöhle bezieht und wie sich die Kolonie dort entwickelt.

Die Bienenkönigin mit ihrem Hofstaat. Bis zu 2.000 Eier kann die Königin an einem einzigen Tag legen. Sie werden von Arbeiterbeinen gefüttert, selbst der Kot wird ihr abgenommen.

Drei westliche Honigbienen-Arbeiterinnen nehmen mit röhrenförmigen Zungen an einem heißen Sommertag Wasser auf. Sie bringen es zu ihrem Nest zurück, mit dem sie später das Nest durch Verdunstung kühlen.

Der Naturfotograf wartet im Torres del Paine Nationalpark, einem seiner Lieblingsplätze, auf Pumas. Neben der Suche nach dem perfekten Einzelbild, versucht Ingo Arndt bei seiner Art der Fotografie die komplexen ökologischen Zusammenhänge sichtbar zu machen, um einzigartige Verhaltensweisen im Tierreich zu dokumentieren.

Das besondere ist Perspektive: Die geheimnisvollen Waldbewohner aus dem Höhleninneren beim Einzug. Die Ventilatorbienen fächeln außen mit den Flügeln, Kundschafterbienen strömen Pheromone-Duftstoffe aus, locken den Rest an, die Königin ist schon drin. Das Bild zeigt eine einzelne Biene, die reinfliegt.

Stand: 28.07.2020, 11:04 Uhr