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Die Magie des Moores

Die Magie des Moores

Heute ist der "UNESCO Welttag der Feuchtgebiete". Rund sechs Prozent der Erdoberfläche sind Feuchtgebiete zu denen zählen unter anderem Sumpf, Bruchwald, Feuchtwiese, Aue oder Moore. Wenn dort Nebel wabert laden sie unsere Phantasie ein Purzelbäume zu schlagen.

Moore sind flach. Sie wirken magisch, weil sie oft im Nebel verschwinden. Wenn dort Bäume wachsen, sind es bevorzugt Birken.

Die Düsseldorfer Krimi-Autorin Cecily von Hundt mit ihrem Moorkrimi "Von Mistgabeln und Moorleichen" auf dem Schloss ihres Mannes bei München mit Blick auf den Garten und den mit Raureif überzogenen Bäumen.

Ein Bretterweg im Moor, der scheinbar ins Nichts und in den Nebel führt. Aus diesem Grund ranken sich auch so viele düstere Geschichten um das Moor.

Das Besucherzentrum "Großes Torfmoor" des Naturschutzbundes Deutschlands, NABU, bei Lübbecke im nördlichen Wiehengebirge. Mit gut 500 Hektar das größte Moorgebiet in Nordrhein-Westfalen.

Im Sommer kann es in den Moorgebieten flirrend heiß werden, da dort keine Bäume stehen – im Winter kalt und eisig. Dabei entstehen durch Raureif solch verzaubernde Pflanzen. Hier ein Bärenklau.

Im "Großen Torfmoor" bei Lübbecke macht sich Daniela Herbers im Moorhexenkleid in Schlammfarben und Moosgrün und ihren roten Haaren als Moorhexe zu Führungen auf den Weg.

Der Moorfrosch, der sich im "Großen Torfmoor" zur Balzzeit Ende März kurzzeitig blau verfärbt und ein glucksendes Geräusch von sich gibt.

Am 23.Juli 1957 ist im Moor in der Nähe des oberbayerischen Peiting die einzige in einer Kiste bestattet Moorleiche in Europa gefunden worden. Im Hintergrund an der krummen Birke befindet sich der Originalfundort.

Der 80-jährige Jürgen Krätzig war 1957 als Jugendlicher beim Fund der Moorleiche in der Nähe vom oberbayerischen Peiting dabei. Inzwischen gehört ihm das Moorgebiet – aus Nostalgiegründen und er hat damit den Bau einer Mülldeponie im Moorgebiet verhindert.

Der Sarg der Moorleiche wurde von sechs Männern zu Fuß aus dem Moorgebiet getragen, damit sie zur Erforschung auf einem LKW nach Neumünster in Schleswig-Holstein gebracht werden konnte.

Die Moorleiche, auch Frau von Peiting genannt, bekam ihren zweiten Namen "Moorleiche Rosalinde" durch die Mutter von Jürgen Krätzig, denn sie gab jedem Gegenstand im Haus einen Namen und so wurde sie auch Namensgeberin für die Moorleiche.

Torf aus dem Moor kann bei Gelenkserkrankungen helfen. Hier ist ein angestochener Torfabbau zu sehen. Dies wird nur noch extensiv betrieben, da man den verwendeten Torf heutzutage regenerieren kann.

Stand: 29.01.2021, 16:40 Uhr