Israels Luftfahrt – Keine grenzenlose Freiheit

Israels Luftfahrt – Keine grenzenlose Freiheit

Vor 70 Jahren startete der erste internationale Linienflug von El Al. Die israelische Fluggesellschaft ist die vielleicht ungewöhnlichste Airline der Welt. Ohne die Luftfahrt hätte Israel ein Riesenproblem. Es wäre weitgehend abgeschnitten von der Welt.

El-Al-MAschine bei der Landung am Franz-Josef-Strauss-Flughafen in München, 2017

Flugzeuge von El Al verfügen über ein Raketenabwehrsystem und besonders gesicherte Cockpit-Türen. Mit an Bord ist immer auch ein bewaffneter "Air Marshall". Alles, weil die Israelis Terroranschläge befürchten.

Flugzeuge von El Al verfügen über ein Raketenabwehrsystem und besonders gesicherte Cockpit-Türen. Mit an Bord ist immer auch ein bewaffneter "Air Marshall". Alles, weil die Israelis Terroranschläge befürchten.

Der Flughafen von Tel Aviv "Ben Gurion" ist Israels Tor zur Welt. Fast alle Ein- und Ausreisen laufen über den Airport. Israel ist im Nahen Osten weitgehend isoliert. Fast alle Verbindungen gehen daher nach Europa und Nordamerika.

Wenn die Fluggäste die Abflughalle betreten, haben sie bereits zwei Sicherheitskontrollen hinter sich. Vor dem Check-in werden alle Passagiere von Beamten befragt. Das kann Minuten dauern. In manchen Fällen aber auch Stunden.

Noam Doron fliegt seit 42 Jahren. Wie fast alle Piloten von "El Al" flog er zunächst für die israelische Luftwaffe. Über seinen Arbeitgeber sagt er, "Wir sind die ungewöhnlichste Airline der Welt." So bleiben die Flieger am jüdischen Ruhetag Schabbatt am Boden. Auf dem Bild befindet er sich in einem Flugsimulator.

Bis vor wenigen Wochen hatte Tel Aviv zwei Flughäfen. Der kleine Airport "Sde Dov" bot Inlandsverbindungen an. Die Landungen direkt am Strand waren spektakulär. Inzwischen wurde Sde Dov jedoch geschlossen.

Pini Schiff war jahrelang für die Sicherheit auf dem Flughafen Ben Gurion verantwortlich. Er sagt: "Jeder Tag ohne einen Anschlag ist ein guter Tag."

Yoel Feldsho leitet die Luftfahrtbehörde in Israel. Hier steht er auf dem Vorfeld vor einer Boeing 787, die nach Madrid fliegt. Für Yoel Feldsho ist der Flughafen "Israels Tor zur Welt".

Stand: 31.07.2019, 14:17 Uhr