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Leben im Ausnahmezustand – Im Gefängnis

Reporterin Julia Schöning (mitte) mit Dr. Jörg-Uwe Schäfer, Leiter der JVA Hagen (links) und Sozialarbeiterin Dorothée Osthoff

Leben im Ausnahmezustand – Im Gefängnis

Viele Menschen auf engem Raum - Gefängnisse sind potenzielle Corona-Hotspots. Deshalb sind die Auflagen aktuell noch strikter. Was bedeutet das für die ohnehin einsamen Inhaftierten? Julia Schönig hat die JVA Hagen besucht

Im Gefängnis

"Bislang sind wir gut durchgekommen", erzählt Dr. Jörg-Uwe Schäfer, Leiter der JVA Hagen. Es habe nur sehr wenige Corona-Infektionen gegeben. Doch der Preis dafür ist hoch. Besuche sind derzeit nur hinter Glas erlaubt - und dann auch nur von einer Person. "Seit Corona ist der Körperkontakt komplett gestrichen", erzählt Häftling Achim Reporterin Julia Schöning in seiner 8,5 Quadratmeter großen Zelle; das gilt für Partner*innen wie auch für Kinder der Häftlinge. Das ohnehin einsame Leben sei durch die Pandemie noch einsamer geworden.

Somit werden Beziehungen innerhalb der Anstalt wichtiger. Häftlinge können sich für etwa zwei Stunden bei Mit-Gefangenen treffen und sich dort einschließen lassen. Gruppenangebote, die vor Corona für ein wenig Abwechslung gesorgt haben, finden dagegen nicht statt. "Wenn die Zahlen hochgehen, gehen auch die Ängste hoch", berichtet Sozialarbeiterin Dorothée Osthoff. Sie hofft genauso wie Leiter Schäfer, dass die strengen Auflagen bald gelockert werden können.

Leben im Ausnahmezustand – Im Gefängnis

WDR 5 Neugier genügt - Freifläche 04.06.2021 10:50 Min. Verfügbar bis 04.06.2022 WDR 5


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Redaktion: Julia Lührs