Der Frankreich-Blues

Frank-Walter Steinmeier und Emmanuel Macron vor der deutschen, europäischen und französischen Flagge

Der Frankreich-Blues

Die deutsch-französische Freundschaft hat den Blues. Spätestens seit der Flüchtlingskrise ist die einst so enge Beziehung merklich abgekühlt. Das beobachtet der langjährige Frankreich-Korrespondent Georg Blume mit Sorge.

Georg Blume

Von dem engen Schulterschluss, der in früheren Jahrzehnten die politischen Beziehungen zwischen Deutschland und Frankreich prägte, ist heute nicht mehr viel übrig. Im Gefühl der eigenen politischen und ökonomischen Überlegenheit hat Deutschland den Nachbarn im Westen vernachlässigt. Ob der neue französische Staatspräsident Emmanuel Macron mit seiner Euphorie und seinen Visionen daran etwas ändern kann? Seine flammende Europa-Rede im September ist in Berlin weitgehend unkommentiert verhallt. Im Moment ist man dort noch mit der heiklen Mission der Regierungsbildung beschäftigt.

Unabhängig davon ist für Georg Blume die Zeit reif, den Frankreich-Blues zu überwinden und die freundschaftliche Nähe von einst wieder neu zu beleben. Er wirbt für mehr Solidarität, Respekt und Herzlichkeit im Umgang mit unserem Nachbarland. "Der Brexit und die Nato-Kritik von US-Präsident Donald Trump erfordern das geradezu. Die Flüchtlingskrise und der islamistische Terrorismus ebenfalls."

Buchtipp
Georg Blume: Der Frankreich-Blues. Wie Deutschland eine Freundschaft riskiert.
Hamburg: edition körber.
2017. 222 S., 18,00 €

Redaktion: Ursula Daalmann

Der Frankreich-Blues - Georg Blume

WDR 5 Neugier genügt - Redezeit | 01.12.2017 | 26:28 Min.

Download