Heureka! – Geistesblitze

Glühbirne

Heureka! – Geistesblitze

Jeder kennt das: Man kaut ewig auf einem Problem herum, zermartert sich das Hirn – und nichts passiert. Doch plötzlich platzt der Knoten, die Lösung scheint vom Himmel gefallen zu sein. Ist sie aber nicht: Bevor die zündende Idee kommt, hat der Geist unbewusst schon eine Menge Vorarbeit geleistet.

Ob es ein kniffliges Forschungsproblem, die Frage nach dem Umgang mit einem schwierigen Kollegen oder die Idee für einen ganz neuen Lebensweg ist: Manchmal stecken wir gedanklich und emotional fest und knobeln an Problemen, für die es scheinbar keine Lösungen gibt. Erzwingen lassen sie sich nicht: „Man muss warten, bis das Heureka-Gefühl, der Einfall kommt“, sagt Psychologieprofessor Norbert Groeben, der sich schon seit Langem mit Ideen, Geistesblitzen und kreativen Einfällen beschäftigt.

Also nichts tun? Ja und nein – jedenfalls nichts, was direkt mit dem Problem zu tun hat. Der wache Verstand muss Urlaub machen: Dann beginnt der unbewusste Reifeprozess, leise Stimmen aus der Tiefe melden sich, aus dem Herzen oder dem Bauch. Alles Assoziative, Intuitive und Fantasievolle gewinnt Raum. Die Dinge in Hirn und Herz werden neu vernetzt – und plötzlich ist die Eingebung da. Auch wenn der plötzlich platzende Knoten wie Zauberei wirkt: Die Forschung weiß, dass dem ein langer Prozess vorausgeht.

Autorin: Karin Lamsfuß

Redaktion: Lioba Werrelmann

Heureka! – Geistesblitze

WDR 5 Neugier genügt - das Feature 25.03.2019 20:09 Min. WDR 5 Von Karin Lamsfuß

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