Live hören
Jetzt läuft: Turn Me Up (Instrumental) von José James
16.04 - 17.00 Uhr WDR 5 Redezeit

Trailrunning: "Sauanstrengend", schon beim Zuhören...

Trailrunning: "Sauanstrengend", schon beim Zuhören...

Trailrunning heißt so viel wie Landschaftslauf. WDR-5-Reporterin Anita Horn war 2019 Teilnehmerin bei zwei Trailrunning-Wettbewerben und schwelgt gerade in Erinnerungen – inklusive Endorphine, Angst, Schmerzen und Freude.

Laufen in den Bergen hat was von Bilderbuch-Romantik. Beim Zwei-Tage-Etappen-Lauf RUN2 vertuschen der blaue Himmel und das Lächeln von Anita Horn, wie anstrengend die Strecke wirklich war, mit 38 Kilometern über die Alpen.

Laufen in den Bergen hat was von Bilderbuch-Romantik. Beim Zwei-Tage-Etappen-Lauf RUN2 vertuschen der blaue Himmel und das Lächeln von Anita Horn, wie anstrengend die Strecke wirklich war, mit 38 Kilometern über die Alpen.

Der Eiger Ultra Trail in der Schweiz lockt Trailläufer aus der ganzen Welt an den Start. Hier ist unsere Autorin auf der 51-Kilometer-Strecke mit 3.100 Höhenmetern gestartet.

Viele Wettbewerbe bieten einen Start als Zweierteam an – oder verpflichten sogar dazu, wie der Transalpine Run. Anita Horn ist  immer mit ihrer Laufpartnerin und Leidensgenossin Heike gelaufen.

Viele Abschnitte sind für Trailanfänger schwer laufbar, also wandern die beiden eben. Vor allem an den Anstiegen bilden sich auch mal Schlangen von Menschen, die sich langsam den Berg hochschrauben.

Zwischendurch kleine Pausen sind ein Muss – um die Landschaft zu genießen, ein paar Fotos zu machen und Energie in Form von Isodrinks und Energieriegeln nachzutanken.

Der höchste Punkt beim Eiger Ultra Trail war für unsere Autorin das Faulhorn. Oben gab es Verpflegung, aber der frische Wind trieb sie direkt wieder auf die Strecke – ab hier erst einmal steil bergab.

Für die Gelenke ist das Hinablaufen deutlich belastender als das Hinauflaufen. Vor allem muss man sich bei jedem Schritt konzentrieren. Stürze und offene Knie gibt es bei Trailläufen zu Genüge.

Schnee und Eisfelder gehören in den Alpen auch im Sommer dazu. Die Stöcke helfen dabei, den unsichtbaren Untergrund zu ertasten und nicht auszurutschen – denn sonst ist man schnell komplett nass und friert schnell.

Hier und da bleibt unserer Autorin nichts anderes übrig, als auch einen Fluss zu durchqueren. Aber meist tut so eine Abkühlung überaus gut, bei 27 Grad und stundenlangem Laufen.

Nach 51 Kilometern und 11 Stunden und 45 Minuten waren Anita und Heike endlich im Ziel. Sie haben unterwegs geflucht, gelitten und gejubelt und uns die Medaille – ein Stein von der Eiger Nordwand – hart erarbeitet. Aber wie sagt der Läufermund? Schmerz geht, Stolz bleibt.

Stand: 09.06.2020, 13:52 Uhr