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WhatsApp in Kinderhand

Ein Mädchen liegt unter der Bettdecke und hält ein Smartphone in der Hand

WhatsApp in Kinderhand

WhatsApp ist weltweit der beliebteste Messengerdienst und die Nutzer werden immer jünger: Schon Grundschulkinder chatten, werden teilweise mit Nachrichten überhäuft. Simone Wienstroer über den digitalen Zeitfresser im Kinderzimmer.

Laut einer Studie des Marktforschungsinstituts Bitkom Research besitzen mittlerweile 33 Prozent der Acht- bis Neunjährigen ein eigenes Smartphone. Die meisten der Kinder nutzen auch WhatsApp, obwohl der Messengerdienst das Mindestalter mit 16 Jahren angibt. Die Eltern stimmen dem Gebrauch zu – aus Angst das Kind könnte ohne WhatsApp zum Außenseiter weiter.

Dabei sind vor allem die Jüngeren mit der Nutzung häufig überfordert, müssen unter Umständen täglich Hunderte von Nachrichten aus verschiedenen Gruppenchats verwalten. Viele sind überflüssig, häufig auch gemein: "Beleidigungen, die man sich von Angesicht zu Angesicht nicht antun würde", beobachtet die Grundschullehrerin Christiane Rombolotto.

Den Dauerstress durch ständige Erreichbarkeit und pausenlos eintrudelnde Whatsapp-Nachrichten sieht die Cyberpsychologin Catarina Katzer gerade für jüngere Kinder äußerst kritisch: "Denn Töne, Sprache lösen immer Emotionen und Gefühle aus." Dazu zählen etwa durch Kettenbriefe hervorgerufen Ängste genauso wie die Freude, wenn ein Foto viele Komplimente bekommt, der schnelle Austausch mit Freunden funktioniert oder das Teilen von vergessenen Hausaufgaben.

Autorin: Simone Wienstroer

Redaktion: Regina Tanne

WhatsApp in Kinderhand

WDR 5 Neugier genügt - das Feature 02.10.2019 20:30 Min. Verfügbar bis 30.09.2020 WDR 5 Von Simone Winstroer

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