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Was sind wir unseren Eltern schuldig?

Alte und junge Frau sitzen auf einer Bank und schauen ein Fotoalbum an

Was sind wir unseren Eltern schuldig?

Wenn die Eltern alt werden, gibt es oft viele ausgesprochene oder auch unausgesprochene Wünsche an die Kinder. Karin Lamsfuß über eine Lebensphase, in der die eigene Kindheit plötzlich wieder ganz nah ist.

Es scheint fast so, als gäbe es zwischen alternden Eltern und ihren erwachsenen Kindern einen geheimen Vertrag. Kümmere dich um mich, steht in diesem Vertrag, sorge für mich und ertrage mich mit all meinen Eigenheiten. War das Verhältnis früher liebevoll, mag es einfach sein, für die Eltern zu sorgen – allein aus einem Gefühl der Liebe und Dankbarkeit heraus. Andere erwachsene Kinder aber hegen Widerstände: Sie sind selbst emotional nicht satt geworden und sollen nun aus diesem Mangel heraus geben? Viele haben auch mit Familie und Beruf so viel um die Ohren, dass sie sich einfach nicht in der Lage sehen, die ältere Generation mitzuversorgen.

Egal, ob die Kinder sich kümmern oder verweigern: Fast immer fühlen sie sich schuldig. Fürchten, nicht genug zu geben, schlechte und undankbare Kinder zu sein. Doch sind Schuldgefühle wirklich ein guter Motor, um sich um die alternden Eltern zu kümmern? Und wo steht eigentlich geschrieben, dass Kinder überhaupt diese Pflicht haben?

Autorin: Karin Lamsfuß

Redaktion: Lioba Werrelmann

Was sind wir unseren Eltern schuldig?

WDR 5 Neugier genügt - das Feature 06.10.2020 19:53 Min. Verfügbar bis 06.10.2021 WDR 5 Von Karin Lamsfuß


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