Verwaiste Eltern - die Zeit verändert Wunden

Ein Stern zur Erinnerung an ein verstorbenes Kind hängt auf dem Friedhof an einem Baum

Verwaiste Eltern - die Zeit verändert Wunden

Seit jetzt 20 Jahren, wird immer am zweiten Sonntag im Dezember der Welttag des verstorbenen Kindes begangen. Rund um den Erdball werden abends Kerzen ins Fenster gestellt, eine weltumspannende Lichterkette des gemeinsamen Gedenkens.

Der Tod des eigenen Kindes hinterlässt eine kaum erträgliche und vor allem lebenslange schmerzvolle Trauer. Auf den Schmerz reagiert das Umfeld meist sehr unsicher und nach einiger Zeit mit wenig bis gar keinem Verständnis. Verwaiste Eltern erschrecken bei dem Gedanken, dass ihr verstorbenes Kind in Vergessenheit geraten könnte. Denn Eltern spüren die Nähe, ja fast die Anwesenheit, ihres verstorbenen Kindes ihr Leben lang. Besonders berührt war die Autorin Elke Winkelhaus über die große Offenheit und Dankbarkeit ihrer Gesprächspartnerinnen darüber, dass sie einmal öffentlich über ihre Gefühle und Erfahrungen berichten konnten. Und es fiel erstaunlich 'leicht' und bedeutete eine echte Bereicherung, mit den Frauen über ihren schweren Verlust zu sprechen. Seit 1997 wird immer am zweiten Sonntag im Dezember der Welttag des verstorbenen Kindes begangen. Mit einem weltweiten Kerzenleuchten sollen rund um die ganze Welt abends um 19 Uhr Kerzen im Fenster aufgestellt werden, so dass 24 Stunden Kerzen zum Gedenken der verstorbenen Kinder brennen.

Autorin: Elke Winkelhaus

Redaktion: Gundi Große

Verwaiste Eltern - die Zeit verändert Wunden

WDR 5 Neugier genügt - das Feature | 08.12.2017 | 20:46 Min.

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