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Versteckte Kinder in der NS-Zeit

Mobile Austellung des Lern- und Gedenkorts Jawne

Versteckte Kinder in der NS-Zeit

Versteckte Kinder gehören zu den letzten Zeitzeugen des Holocausts. Viele von ihnen schwiegen jahrelang. Sprachen nicht von ihren Erfahrungen, die sie, aber auch ihre Nachkommen, geprägt haben. Was haben sie erlebt? Larissa Schmitz hat nachgefragt.

Die meisten jüdischen Kinder, die den Holocaust überlebt haben, waren versteckt worden. In Belgien zum Beispiel. Sie lebten mit falschen Identitäten, unterstützt durch die große Hilfsbereitschaft in der belgischen Bevölkerung. Doch nach dem deutschen Überfall auf Belgien im Mai 1940 waren sie dort noch jahrelang in Lebensgefahr. Wenige von ihnen überlebten – mit traumatischen Erfahrungen. Und oft hatten sie Schuldgefühle, die einzigen Überlebenden der Familie zu sein.

Versteckte Kinder gehören zu den jüngsten Opfern des Holocausts und wurden lange nicht als solche wahrgenommen. Sie waren nicht im Todeslager gewesen und wurden erst spät nach ihren Erlebnissen befragt. Was versteckte Kinder erlebt haben, betrifft auch ihre Nachkommen, die meist ohne Großeltern, Tanten, Onkel aufwuchsen und wenig vom Schicksal der eigenen Eltern erfuhren, denn die Überlebenden schwiegen lange, manche lebenslang.

Autorin: Larissa Schmitz

Redaktion: Valentina Dobrosavljević

Buchtipp

Ruth Bader (2009): Kölsche Jonge: Spuren einer jüdischen Familie Taschenbuch.‎ BoD – Books on Demand. 260 Seiten, ISBN 978-3837038149.

Versteckte Kinder in der NS-Zeit

WDR 5 Neugier genügt - das Feature 07.07.2021 21:38 Min. Verfügbar bis 06.07.2022 WDR 5 Von Larissa Schmitz


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