US-Wahl – viele neue Kandidaten

Eine Wahlkampf-Broschüre von Alexandria Ocasio-Cortez steht auf dem Boden hinter einem Tor.

US-Wahl – viele neue Kandidaten

Bei den Kongresswahlen ("Midterms") am 6. November stimmen die US-Amerikaner eigentlich nur über die beiden Kammern des Kongresses ab. Doch sie gelten als Votum über die Politik des Weißen Hauses.

Die Politik Trumps hat in diesem Jahr besonders viele Frauen und Quereinsteiger motiviert, sich als Kandidaten zu bewerben. In New York gilt Shooting-Star Alexandria Ocasio-Cortez, eine 28jährige Latina, als gesetzt für den Kongress. Michigan könnte mit Rashida Tlaib die erste Muslima nach Washington schicken. Und auch Ilhan Omar aus Minnesota sorgt für Schlagzeilen. Sie ist als somalisches Flüchtlingskind in die USA gekommen und könnte nun in den Kongress gewählt werden. Omar trägt Kopftuch und scherzt in der Fernsehsendung von Trevor Noah, sie sei Amerikas Hoffnung und Trumps Alptraum. In Danbury, Connecticut, stehen die Anhänger von Jahana Hays stundenlang auf der Straße und wehen Fahnen für ihre Kandidatin. Hays ist keine gelernte Politikerin. "Ich bin eine Bürgerin, ich bin betroffen", deshalb kandidiere sie, so Hays.

Gesundheits- und Umweltpolitik, Infrastruktur, Jobs, Einwanderungspolitik oder wie die Bewerber um ein Amt mit ihren politischen Gegner umgehen, mit ihnen zusammenarbeiten wollen. Das sind die Themen, die den Menschen unter den Nägeln brennen. Die Seiteneinsteiger verändern die Politik und die Parteien. Sollte die Außenseiter-Welle tragen, sollten die Wähler viele Frauen und Minderheiten nach Washington schicken, werden sie vor allem die Demokratische Partei verändern. Und wenn es für die Mehrheit im Repräsentantenhaus oder sogar im Senat reicht, könnten sie Donald Trump das Regieren viel schwerer machen.

Autorin: Martina Buttler

Redaktion: Heiko Hillebrand

US-Wahl - viele neue Kandidaten

WDR 5 Neugier genügt - das Feature | 31.10.2018 | 21:56 Min.

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